Unsere Künstlerischen Gäste - Ein Rückblick

Tilmann Wick

Mit 6 Jahren beginnt Tilmann Wick das Cellospiel, mit 16 debütiert er als Solist des Osnabrücker Symphonieorchesters in Saint-Saens‘ Cellokonzert a-moll, mit 26 gibt er bereits 80 Konzerte im Jahr weltweit, mit 36 erhält er den Ruf auf eine Celloprofessur an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Tilmann Wick schöpft aus einer Konzerterfahrung, die u.a. aus der Zusammenarbeit mit Claudio Abbado, Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch, Sir Georg Solti, Dae-Jin Kim resultiert. Highlights in seiner Laufbahn werden Dvoraks Cellokonzert mit dem Hallé Orchestra Manchester, Tschaikowskys Rokoko-Variationen mit dem Bayerischen Staatsorchester München, Ernst Helmuth Flammers Cellokonzert „Capriccio“ mit dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig (Welturaufführung).
Weltweite Konzertreisen mit Auftritten in Konzerthäusern wie beispielsweise der New Yorks Carnegie Hall, sowie die Teilnahme an den großen Kammermusikfestivals wie Salzburger Festspiele, Berliner Festwochen, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival, Musiktreffen St. Moritz, Festival de l‘Orangerie de Sceaux etc. gehören zu weiteren wichtigen Stationen seiner Laufbahn.
Tilmann Wick ist Preisträger renommierter internationale Musikwettbewerbe. Er lehrt auf Meisterkursen vor allem in den USA und Asien. Bei internationalen Wettbewerben ist er als Juror tätig, so auch beim Lutoslawski-Cellowettbewerb in Warschau oder beim Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen.

Friedemann Wuttke

Nach seinem Studium an der Musikhochschule Stuttgart vervollständigte der Konzertgitarrist Friedemann Wuttke seine Musikausbildung unter anderem bei Meisterkursen von Manuel Barrueco, John Williams, David Russell, Angel und Pepe Romero. Bereits während seines Studiums bekommt er Lehraufträge an der Hochschule Ludwigsburg. Seit 1992 widmet sich Friedemann Wuttke ausschließlich seiner Konzerttätigkeit und der Produktion von Tonträgern.
Gitarre Hamburg schreibt 2003:
„Nicht nur durch seine instrumentalen und musikalischen Qualitäten - die höchsten Ansprüchen genügen - hat sich der sympathische Musiker einen festen Platz in der vordersten Reihe der deutschen Gitarristik erspielt. Insbesondere sein Gespür für interessante Programmgestaltung und die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen namhaften Künstlern sorgen dafür, dass Friedemann Wuttke nicht unterbeschäftigt bleibt. Ein Musiker, der konsequent seinen Weg geht.“

Durch seine kompromisslose Hinwendung zum klassischen Repertoire und zur ernsthaften Programmgestaltung nimmt Friedemann Wuttke eine Sonderstellung unter den Konzertgitarristen ein. Seine vielseitigen Programme sind immer geprägt von klaren Inhalten und seinem künstlerisch anspruchsvollen Profil.
Diese thematische Programmgestaltung brachte ihm zahlreiche Einladungen zu internationalen Musik- und Gitarrenfestivals sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen ein. Konzertreisen führten Friedemann Wuttke in fast alle europäischen Länder, nach Russland, Südostasien, Afrika und Südamerika, wo er auch in großen Konzerthäusern als Solist oder mit Orchester auftrat. Viele seiner Auslandstourneen kommen auf Einladung und mit Unterstützung des Goethe-Institutes sowie des Auswärtigen Amtes zustande.
Aktuell stehen neben zahlreichen Inlandskonzerten in 2012 und 2013 auch Tourneen nach Amerika, Südostasien sowie Konzerte in verschiedenen europäischen Metropolen auf dem Programm des Künstlers.
Madrid 1998: Anlässlich eines Konzertes wurde Friedemann Wuttke von dem damals 97-jährigen Joaquin Rodrigo in sein Haus nach Madrid eingeladen. Friedemann Wuttke spielte Gitarrenkonzerte von Rodrigo auf verschiedenen Tourneen im Jahre 2001 im In- und Ausland. Damit erwies er dem Meister seine Reverenz zum hundertsten Geburtstag.
Friedemann Wuttke unternahm Konzertreisen mit bedeutenden Ensembles und Orchestern. Seine Soloprogramme umfassen vor allem klassisch-romantische Werke und impressionistische spanische und südamerikanische Musik, aber auch Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Hinter all dieser Vielseitigkeit zeigt sich ein Musiker, der nicht nur sein Instrument und seine Musik liebt, sondern im Dienste der musikalischen Kommunikation steht und das Publikum teilhaben lässt an der Begeisterung, die seine Musik in ihm immer wieder auslöst.
Seit 2004 ist er exklusiv als Konzertgitarrist bei dem Tonträger Label Hänssler Profil Medien.
Andrej Bielow (21)

Andrej Bielow

1981 in der Ukraine geboren, erhielt Andrej Bielow den ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Sein außergewöhnliches Talent zeigte sich rasch, sodass sich Professor Michael Kuzniezow seiner annahm und ihn weiter förderte. Bereits nach kurzer Lehrzeit trat Andrej Bielow öffentlich in Konzerten auf.
Als Solist gastierte er bereits mit namhaften Orchestern in aller Welt, darunter New Japan Philharmonic, Orchestra National de Radio France, NDR Radiophilharmonie, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsche Sinfonie Orchester Berlin, Amadeus Chamber Orchestra und dem Münchner Kammerorchester. Er musizierte u.a. mit Dirigenten wie Kurt Masur, Yan Pascal Tortelier, Gianandrea Noseda, Miguel Gomez-Martinez, Christian Arming, Agnieszka Duzcmal, Olari Elts, Mihkel Kütson, Junichi Hirokami und Christoph Poppen.
Zu den Highligts der Saison 2011 / 2012 zählen Auftritte im Gewandhaus Leipzig, Wigmore Hall, Musikverein Wien, bei dem Klavierfestival Ruhr an der  Seite von Kit Armstrong und Adrian Brendel sowie die Asien Tournee mit dem SzymanowskiQuartet.
Mit Vorliebe widmet sich Andrej Bielow auch der Kammermusik und sucht immer wieder das Zusammenspiel mit Gleichgesinnten. Er ist gefragter Gast bei Festivals wie dem Schleswig Holstein Musik Festival, Music at Plush, Heidelberger Frühling und den Niedersächsischen Musiktagen.
Zu seinen Kammermusikpartner gehören Severin von Eckardstein, Nicolas Alstaedt, Kit Armstrong und Nils Mönckemeyer. Bei der Kronberg Academy trat er mit Gidon Kremer, Juri Bashmet und dem Beaux Arts Trio auf.
Mit 15 Jahren kam Andrej Bielow nach Deutschland und studierte bei Prof. Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er 2006 auch sein Konzertexamen absolvierte. Weitere musikalische Impulse erhielt er bei Gerard Poulet am Conservatoire Nationale Superieur-CNR Paris, bei Herman Krebbers, Ida Haendel, Ana Chumachenko und Benjamin Schimid.
Andrej Bielow ist Preisträger der internationalen Wettbewerbe Long Thibaud Paris (2002), Joseph Joachim Hannover (2000) und ARD München (1999). Seine CD Einspielungen wurden bei Naxos, CPO, Avi Music und Hännsler Classic veröffentlicht.
Seit November 2005 ist er Primarius des renommierten Szymanowski Quartetts und unterrichtet Violine an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Seit 2004 gibt er Meisterkurse in Europa, USA und Asien.
Von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt, spielt er eine Violine von Guiseppe (Filius Andreae) Guarneri  (ca.1730-1735) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfond.

Volkhard Steude

Im Jahr 1971 in Leipzig geboren, begann Volkhard Steude bereits mit 5 Jahren das Geigenspiel. Während der Musikschulausbildung bei Gabriel Zinke in Cottbus zeigte sich, dass aus dem anfänglichen Hobby bald ein ernsthafter Berufswunsch werden sollte. Preise bei namhaften Wettbewerben trugen ihren Teil dazu bei, aber auch die Begeisterung am gemeinsamen Musizieren in nationalen und internationalen Jugendorchestern.

Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Musikstudium in Berlin - bei den Professoren Joachim und Werner Scholz – ging Volkhard Steude nach Wien zu Professor Alfred Staar, dessen Wiener Violinschule ihm neue, musikalisch/stilistisch wichtige Impulse vermittelte. 1994 begann Steude mit 23 Jahren sein Engagement als Konzertmeister im Orchester der Wiener Staatsoper und 1. Stimmführer der Wiener Philharmoniker. Seit dem Jahr 2000 ist er Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Neben dem Orchesterspiel führen ihn kammermusikalische und solistische Auftritte u.a. unter Giuseppe Sinopoli und Daniel Barenboim, nach ganz Europa, Japan und Amerika. Als begeisterter Kammermusiker ist er seit 2002 außerdem Konzertmeister der Wiener Virtuosen, einem Kammermusikensemble, dass sich aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker zusammensetzt. Im selben Jahr erfolgte die Gründung des Steude Quartetts, welches bereits auf sehr beachtete Auftritte verweisen kann mit aktuellen Abonnementkonzerten im Wiener Musikverein und regelmäßigen Tourneen in Europa und Japan. Zahlreiche CD Einspielungen.

Volkhard Steude spielt auf einer Stradivari aus dem Jahre 1718, welche ihm
die österreichische Nationalbank zur Verfügung gestellt hat.

Erik Roßbander

Erik Roßbander arbeitet als Schauspieler und Regisseur und ist seit 1990 an der bremer shakespeare company engagiert.

Er wurde 1960 in Dresden geboren. Nach dem Abitur absolvierte er ein Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig, welches er mit einem Diplom abschloss.
Erste Engagements führten ihn an die Theater in Gera und Magdeburg. Durch die langjährige Arbeit an der bremer shakespeare company profilierte er sich zu einem der erfahrensten Shakespeare-Darsteller Deutschlands. Er war u.a. in den Rollen des Shylock, King Lear, Julius Caesar, Touchstone, Petruccio, Leontes und Dromio zu erleben. Gastspielreisen führten ihn nach Großbritannien, Indien, Italien, Finnland, Estland, Österreich und Liechtenstein. In allen großen Städten Deutschlands war er mit der bremer shakespeare company zu Gast.

Erik Roßbander hat mehrere Shakespeare-Stücke und eine Oper inszeniert. Er ist in vielen Fernseh- und Filmproduktionen zu sehen und ständiger Gast für Rundfunkproduktionen bei Radio Bremen. Als Gastdozent hat er an der Musikhochschule „Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig gearbeitet und ist Dozent an der Kinderschauspielschule TASK.

Zur Zeit kann man Erik Roßbander in den aktuellen Spielplan-Produktionen der bremer shakespeare company als Macbeth, Leonato, Oberon und Prospero erleben.

Xavier de Maistre

1973 in Toulon geboren, wurde Xavier de Maistre zuerst am Konservatorium seiner Heimatstadt ausgebildet und vervollständigte seine Studien bei Jacqueline Borot und Catherine Michel in Paris. Gleichzeitig studierte er Politische Wissenschaften an der berühmten „Ecole des Sciences Politiques“ in Paris und später an der London School of Economics“.
1995 wurde er Soloharfenist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und 1998 gewann er den renommierten Harfenwettbewerb USA International Harp Competition in Bloomington (Indiana). Mit nur 25 Jahren folgte dann im Jahr 1999 das Engagement als Soloharfenist bei den Wiener Philharmonikern. Im Sommer 2010 kündigte er diese Stelle um sich ganz seiner Solokarriere zu widmen.
Als Solist konzertiert Xavier de Maistre regelmäßig in bedeutenden Konzerthäusern Europas, Japans und der USA und trat bereits mit zahlreichen renommierten Orchestern unter der Leitung von Sir Andre Previn, Sir Simon Rattle, Riccardo Muti, Daniele Gatti, Josep Pons, Bertrand de Billy und Philippe Jordan auf.
Xavier de Maistre ist auf den weltweit größten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Festival, Salzburger Festspielen, Rheingau Festival, Wiener Festwochen, Verbier Festival, Styriarte und Mosel Festwochen ein gern gesehener Gast. Seine Kammermusik-Partner sind u.a. Kathleen Battle, Diana Damrau, Bo Skovhus, Barbara Bonney, Mojca Erdmann, und Arabella Steinbacher.
Seit 2001 ist Xavier de Maistre Professor an der Musikhochschule Hamburg und gibt regelmäßig Meisterkurse an der Julliard School New York, der Toho University Tokyo und dem Trinity College London.

Xavier de Maistre nimmt seit 2008 exklusiv für Sony Music auf. Seine Debüt-CD „Nuit d’Etoiles“ mit Werken von Claude Debussy erschien im April 2008. 2009 folgt die CD „Hommage à Haydn“ mit dem Radio Symphonie Orchester Wien unter Bertrand de Billy und 2010 das Album “Aranjuez”.

Ulf Wallin, Violine

Der Schwedische Geiger Ulf Wallin studierte an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm und später an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seit 1996 ist er Professor für Violine an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.


Ulf Wallin widmet sich der Solo- wie der Kammermusik-Literatur mit der gleichen Hingabe. Konzertreisen haben ihn durch ganz Asien, Europa und die USA geführt, wobei er unter Dirigenten wie Jesús López Cobos, Paavo Järvi, Andrew Manze, Esa-Pekka Salonen, Walter Weller und Franz Welser-Möst gespielt hat.


Ulf Wallin ist regelmäßig bei international renommierten Festivals zu Gast wie den Berliner Festwochen, den Musiktagen Mondsee, der Schubertiade Feldkirch, dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Marlboro Music Festival. Er ist auf bedeutenden Konzertpodien aufgetreten wie Berliner Philharmonie, La Scala di Milano, Théatre des Champs-Elysées Paris, Wigmore Hall, Wiener Musikverein.


Sein reges Interesse an zeitgenössischer Musik hat zu einer engen Zusammenarbeit mit bedeutenden Komponisten wie Anders Eliasson, Alfred Schnittke and Rodion Shchedrin geführt.


Er hat zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und Fernsehen gemacht. Seine Produktionen mit über 40 CD-Aufnahmen (BIS, cpo, EMI und BMG) haben große Anerkennung und Aufmerksamkeit in den internationalen Medien gefunden.
Ulf Wallin ist Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau 2013.
Almut Preuß-Niemeyer-2012

Almut Preuß-Niemeyer

Almut Preuß-Niemeyer ist Pianistin und künstlerische Leiterin der Mindener Mittwochskonzerte.
Almut Preuß-Niemeyer wurde in Hildesheim geboren und lernte das Klavierspiel bei Hans Clasen,
einem Meisterschüler Walter Giesekings. Sie studierte in Hannover bei Prof. Manfred Heutling und in Detmold bei Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr, wo sie ihre künstlerische Reifeprüfung im Fach Klavier mit Auszeichnung bestand. Schon während ihres Studiums wurde sie als künstlerische Lehrkraft an die Musikhochschule Hannover berufen. Zusätzlich unterrichtet sie an der Musikschule Porta-Westfalica
und an der Musikschule Pro Musica in Lübbecke. Ihre hervorragende Arbeit als Klavierpädagogin wurde schnell bekannt, viele ihrer Schüler gewannen seit den 90er Jahren Preise bei nationalen Wettbewerben. Seit 1990 beschäftigt sie sich intensiv mit Streicher-Kammermusik. Neben Kammermusikabenden in der gesamten Bundesrepublik gab sie zwischen 1997 und 2009 alljährlich Konzerte und Workshops in Namibia und Südafrika.
2006 rief sie die Mindener Mittwochskonzertreihe ins Leben, bei der sie bisher hochkarätige Künstler wie Tzimon Barto, Martin Stadtfeld, Gabriela Montero, Andreas Staier und Xavier de Maistre als Gäste begrüßen konnte.
Dazu stand sie namhaften Solisten wie z.B. Johannes Moser, Adrian Brendel, Maria Kliegel, Isabelle van Keulen, Benjamin Schmid, Hagai Shaham, Andrej Bielow, Ulf Wallin, Ingolf Turban und dem Konzertmeister der Wiener Philharmoniker Volkhard Steude als Duo-Partnerin am Klavier zur Seite.
Im Quartett und Quintett spielte Almut Preuß-Niemeyer u.a. zusammen mit Ensembles wie dem Arte- Ensemble, dem Gewandhaus-Quartett Leipzig, dem Szymanowsky-Quartett und dem Steude-Quartett aus Wien.
Seit 2012 ist sie Beirätin und Kammermusikpartnerin bei den Kränholmer Kammerkonzerten in Bremen.

Ingolf Turban, Violine

Solist in den Philharmonien von Berlin und München, im Kennedy Center in Washington, in der New Yorker Avery Fisher Hall, in der Züricher Tonhalle, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins oder der Mailänder Scala, mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Charles Dutoit, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin, Jun Märkl und Marcello Viotti, trägt er neben den Werken der großen Violinliteratur ein zum Teil nie gehörtes Repertoire in die Welt.
Allein sein Einsatz für das Werk Niccolò Paganinis feiert ungewöhnliche Erfolge, wie im März 2006 mit den New Yorker Philharmonikern; zudem mit der Gesamteinspielung der 6 Violinkonzerte (Telos Records) und in der Fernsehdokumentation „Paganinis Geheimnis“ (merkur.tv 2006).
Sein umfangreiches Repertoire aller Stilrichtungen ist mittlerweile auf über 40 CD-Produktionen dokumentiert. Einst vielbeachtete Ersteinspielungen, sind viele Werke  heute in den gängigen Konzertbetrieb eingeflossen.
2005 gründete er das Kammerorchester „I Virtuosi di Paganini“.
Im Jahre 2006 folgte Ingolf Turban, der bis dahin 11 Jahre an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unterrichtet hatte, dem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München.
Ingolf Turban lebt mit seiner Familie in München.

Biographie - tabellarisch

1964 in München geboren, dort mit 12 Jahren in die Violinklasse von Gerhart Hetzel aufgenommen
Kurse bei Jens Ellermann und Dorothy DeLay in den USA
1985 Erster Konzertmeister der Münchner Philharmoniker
1986 Solodebüt unter Celibidache in München
1988 Turban verlässt das Orchester und widmet sich verstärkt der Solokarriere
1991 Debüt an der Mailänder Scala, USA-Debüt in Washington
1995 Professur in Stuttgart
2006 Professur in München
diknu_schneeberger

Diknu Schneeberger, Gitarre

Diknu, geb. am 17.01.1990 in Wien
Hans Koller Preisträger 2006 Talent of the Year!
2008 Nominiert für den Amadeus Preis Sparte Album des Jahres
2008 Nominiert für den Hans Koller Preisträger Newcomer of the Year!
Diknu Schneeberger ist ein absolutes Ausnahmetalent, ein aufgehender Stern am Gitarristenhimmel.
Wenn man bei seinem Debutalbum "Rubina" schon begeistert war über die Virtuosität des jungen Gitarristen, so kann man bei "The Spirit Of Django" über den jungen Gypsy Jazz Freak nur noch staunen. Diknu verbindet perfekte Technik mit lockerer Verspieltheit, natürliche Musikalität und Melodiegefühl mit Virtuosität! Er fügt hie und da leichte Latin-orientierte Sounds und Licks ein, was seinen Gypsy-Sound extrem sympathisch macht.
Vor drei Jahren sorgte der damals erst 17-jährige Sintu für Furore und erhielt mit dem Hans-Koller-Preis den wohl wichtigsten Jazzpreis seines Landes. Aus Clubauftritten wurden ausverkaufte "Große Häuser" wie etwa das Münchener Prinzregententheater oder die Bourse du Travail in Lyon. Konzerte in Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, England, Italien, Iran, Russland, Malta und Spanien gehören mittlerweile ebenso zum Alltag des Diknu Schneeberger Trios wie Auftritte in Radio und TV.
Das lockere Zusammenspiel mit den beiden renommierten Musikern Benjamin Schmid, Violine und mit Georg Breinschmid am Kontrabass besticht durch Präzision, Spielfreude und Spontaneität.

Georg Breinschmid, Kontrabass

Georg Breinschmid wurde 1973 geboren und lebt in Wien. Er ist einer der führenden österreichischen Jazzmusiker auf internationalem Parkett. Breinschmid studierte klassischen Kontrabass an der Wiener Musikhochschule und war während des Studiums als Substitut in verschiedenen Wiener Orchestern (Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker u.a.) sowie auch kammermusikalisch, u.a. beim Amadeus-Ensemble, dem Ensemble Kontrapunkte und dem Ensemble Die Reihe, tätig. Gleichzeitig betätigte er sich auch bereits als Jazzmusiker und arbeitete u.a. mit dem Geiger Zipflo Weinrich zusammen.
Von 1994 bis 1996 war er im Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester engagiert, von 1996 bis 1998 bei den Wiener Philharmonikern.
Er entschloss sich bald, der Orchesterlaufbahn den Rücken zu kehren und sich verstärkt seiner Leidenschaft für den Jazz zu widmen. Seit 1999 ist Georg Breinschmid freiberuflicher Jazzmusiker und tritt als einer der vielseitigsten und virtuosesten Bassisten der internationalen Jazzszene hervor. Er arbeitete u.a. mit Archie Shepp, Charlie Mariano, Kenny Drew jr., Biréli Lagrène, Wolfgang Muthspiel, Triology, Megablast u.v.a. zusammen. Von 1999 bis 2006 war er ständiger Kontrabassist des Vienna Art Orchestra.
Seit ca. 2005 tritt Georg Breinschmid auch verstärkt als Komponist hervor, wobei seine besondere Affinität u.a. auch der Wiener Musik und dem Wienerlied gilt. Seine Kompositionen werden auch von anderen Formationen, z.B. dem Ensemble Amarcord Wien, dem Duo „Bach & Bosnisch“ oder dem Ensemble Bass Instinct aufgeführt und auch auf CD eingespielt. Die Liebe zu Wien und seiner musikalischen Tradition findet auch in seinem CD-Projekt “Wien bleibt Krk” (2008) Eingang.
Im Jahr 2002 erhielt Georg Breinschmid zusammen mit Arkady Shilkloper und Alegre Correa im Rahmen des Hans Koller-Preises die Auszeichnung “CD of the year” für “Mauve”. Beim selben Preis gewann er im darauffolgenden Jahr in der Kategorie “Newcomer of the Year”. 2007 und 2009 war Georg Breinschmid beim Hans Koller-Preis in der Sparte “Musiker des Jahres” nominiert, 2009 als Bassist des Christian Muthspiel Trios auch für die “CD des Jahres” (für “Against The Wind – The Music of Pirchner & Pepl”).
2010 erscheint die Doppel-DVD „Georg Breinschmid Live“ sowie das Doppel-CD-Set „Brein’s World“, das in Europa und auch Übersee hymnische Kritiken erntet. Im Mai 2010 tritt Georg Breinschmid mit seinem Trio Brein’s Café bei der Eröffnung der Wiener Festwochen auf, die von einem Millionenpublikum in ganz Europa live im TV gesehen wird. Weiters absolviert er TV-Auftritte in den Sendungen „Annettes DaschSalon“ und der NDR-Literaturmatinee „Herbstblätter“, in denen Breinschmid im Duo mit dem Geiger Daniel Hope verschiedene Eigenkompositionen zum Besten gibt. Insidern und Kritikern gleichermaßen gelten Georg Breinschmids unorthodoxe Kompositionen zurzeit als interessanteste Entwicklung im zeitgenössischen Jazz überhaupt.

Volkard Steude, Violine

geb. 1971, seit 1994 Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters.
Ausgebildet wurde er bei Werner Scholz in Berlin und Alfred Staar in Wien. Er ist intensiv als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland tätig.
Volkhard Steude spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari (Cremona 1718, „ex Smith-Querson“), die ihm von der Österr. Nationalbank zur Verfügung gestellt wird.

Holger Groh, zweite Violine

geb. 1976, seit 2006 Geiger des Wiener Staatsopernorchesters, seit 2009 der Wiener Philharmoniker.
Er studierte bei Franz Diethard, Alfred Staar, Rainer Küchl und Tibor Varga.
In den Jahren 2000 bis 2006 war Holger Groh Konzertmeister des Grazer Symphonischen Orchesters und Assistent von Fabio Luisi, von 2004 bis 2008 wirkte er als künstlerischer Leiter dieses Orchesters.
Eine rege solistische und kammermusikalische Tätigkeit prägt sein künstlerisches Schaffen.

Elmar Landerer

Elmar  Landerer, geb. 1974, ist seit 1996 Bratschist der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sowie Mitglied bei den Wiener Virtuosen. Er studierte bei Vladislav Markovic und Michael Schnitzler auf der Violine sowie bei Peter Ochsenhofer auf der Viola und wurde 1990 jüngstes Mitglied des Gustav-Mahler-Jugend-Orchesters.

Wolfgang Härtel

geb. 1975, seit 2000 Cellist bei den Wiener Philharmonikern und dem Wiener Staatsopernorchester. Bis 2000 war er Solocellist des Wiener Volksopernorchesters.
Wolfgang Härtel studierte bei Hildgund Posch in Graz sowie bei Wolfgang Herzer in Wien, wo er seine akademische Ausbildung mit Auszeichnung abschloss.

Benjamin Schmid

Der 1968 in Wien geborene Geiger studierte in Salzburg, Wien und Philadelphia und zählt zu den international erfolgreichsten Interpreten seiner Generation. In den Jahren 1985 bis 1992 gewann er u.a. den Carl-Flesch Wettbewerb in London, wo er auch den Mozart-, Beethoven- und Publikumspreis errang. Seither gastiert er auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit namhaften Orchestern, wie den Wiener Philharmonikern, Philharmonia Orchestra London, Petersburger Philharmoniker, Concertgebouw Orchester Amsterdam, Rotterdam Philharmonic Orchestra oder Tonhalle Orchester Zürich unter Dirigenten wie Dohnányi, Zinman, Ozawa, Sondergard, Valery Gergiev oder Metzmacher. Seine solistische Qualität, die außerordentliche Bandbreite seines Repertoires – neben den üblichen Werken etwa auch die Violinkonzerte von Hartmann, Gulda, Korngold, Muthspiel, Szymanowski, Weill, Lutoslawski oder Schönberg - und insbesondere auch seine improvisatorischen Fähigkeiten im Jazz machen ihn zu einem Geiger mit unvergleichlichem Profil.
Benjamin Schmids rund 40 CDs wurden u.a. mit dem Deutschen Schallplattenpreis, Echo Klassik, Grammophone Editor’s Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet. Er konzertiert auf einer Stradivari Violine ex 1731, unterrichtet als Professor am Mozarteum in Salzburg und gibt Meisterklassen an der Hochschule Bern.
Über Benjamin Schmid wurden mehrere Filme gedreht, die die herausragende künstlerische Persönlichkeit des Geigers in weltweiter TV-Ausstrahlung festhielten. 2006 erhielt Benjamin Schmid den "Internationalen Preis für Kunst und Kultur" seiner Heimatstadt Salzburg, in der er mit seiner Frau, der Pianistin Ariane Haering und den gemeinsamen vier Kindern lebt.

Im Juni 2011 folgte Benjamin Schmid einer wiederholten Einladung der Wiener Philharmoniker, diesmal mit dem Violinkonzert von Paganini/Kreisler im „Sommernachtskonzert“, das ähnlich dem Neujahrskonzert weltweit live-TV übertragen wird und als DVD/CD - Deutsche Grammophon Gesellschaft im Handel erhältlich ist.

Benjamin Schmid, gehört zu den begehrtesten Geigern Europas und erhielt 2013 zum zweiten Mal den Preis der deutschen Schallplattenkritik für seine Einspielung des Violinkonzerts von Ermanno Wolf Ferrari.

Detlef Reimers, Posaune

Bereits während seiner Studienzeit an den Musikhochschulen in Hamburg und Lübeck sammelte Detlef Reimers Erfahrungen mit „neuer“ Musik und als Kammermusiker in den renommierten Hamburger Ensembles: „Hinz und Kunst“ sowie „l art pour l’art.
1981 ging er als Soloposaunist zum Philharmonischen Staatsorchester nach Bremen, wo er bis 1987 tätig war.
Auf die unerschöpflichen Möglichkeiten der Posaune in der Musik des 16. und 17. Jhdts. aufmerksam geworden, spezialisierte er sich seit 1987 auf die Interpretation alter Musik auf historischen Instrumenten und spielt seitdem Renaissance-, Klassische- oder Romantische Posaune in zahlreichen Konzerten, Rundfunk- und ca. 60 CD Aufnahmen mit spezialisierten Ensembles wie: „Musica Fiata Köln“, „Concerto Köln“, „Akademie für Alte Musik Berlin“, „Capella Coloniensis“, „Weser Renaissance- Bremen“, Capella de la Torre, u.a.
Von 2000 bis 2009 hatte er einen Lehrauftrag für Posaune und Blechbläser Kammermusik an der Musikhochschule Münster/ Westf. Detlef Reimers ist mit der CD Produktion: „Polychoral Splendour“ und dem Ensemble „Les Cornets Noirs“ Gewinner des „International Classical Music Awards 2013“ in der Kategorie „Barock Vokal“.

Dirk Piezunka

Dirk Piezunka studierte Saxophon in den Niederlanden bei Ferdinand Povel am Hilversum Conservatorium und an der Amsterdamer Hochschule für Künste. Neben diversen CD-Aufnahmen spielte er Konzerte unter anderem mit dem Dusko Goykovich Quintet, Barry Finnerty, Dough Sides, Dejan Terzic, Martin Gjakonovski, Claus Raible, Thomas Stabenow, Ken Norris, Ed Kröger, Florian Poser, Cezary Paciorek und Oliver Groenewald. Er gastierte auf vielen nationalen und internationalen Jazzfestivals und hatte von 2001 bis 2011 einen Lehrauftrag für Saxophon an der Hochschule für Künste in Bremen. Seit April 2005 organisiert er als künstlerischer Leiter die Veranstaltungsreihe “Jazz on Board” in der Hansestadt. Aktuell spielt Dirk Piezunka Konzerte mit dem “Joe Dinkelbach Trio” und dem Trio “Jazz´N´Spirit”, für das er auch als Arrangeur tätig ist. Das Album “Continuum” stand 2011 in der Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik.

Susan Williams, Trompete

Nach ihrem Studium und ersten Berufserfahrungen als Trompeterin in ihrem Heimatland Australien sowie in Europa begann Susan Williams sich 1987 auf die Naturtrompete zu spezialisieren.
Seither hat sie ihre eigene Spielweise entwickelt, die auf dem 'Clarino'-Stil basiert. Geprägt wird dieser Stil durch eine breite Palette an Ausdrucksmöglichkeiten, Nuancen und Klangfarben. Dieser mehr 'stimmliche' Zugang zur Naturtrompete begründete ihren Ruf als eine der außergewöhnlichsten und führenden Trompeterinnen in der europäischen Musikszene.
Susan Williams hat bei zahlreichen Konzerten und CD-Einspielungen mitgewirkt. Zu den europaweit führenden Barockensembles, mit denen sie gespielt hat, zählen Collegium Vocale Gent, Les Arts Florissants, Musica Antiqua Köln, Cantus Cölln, La Stravaganza Köln, Musiciens du Louvre, Anima Eterna, Al Ayre Espagnol und viele andere. Hinzu kommen Engagements bei Kammerorchestern wie dem Combattimento Consort Amsterdam oder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
Darüber hinaus konzertiert sie regelmäßig als Solistin, in Kammermusikensembles sowie mit ihrem Trompetenensemble 'Clarini'.
Seit 1989 unterrichtet Susan Williams das Fach Barocktrompete am Königlichen Konservatorium in Den Haag, seit 2004 auch an der Hochschule für Künste Bremen.

Thomas Lück, Tuba

Thomas Lück arbeitet seit deinem Tuba Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover als freier Musiker und als Musikproduzent.
Sein Arbeitsschwerpunkt ist die sinfonische Musik. In zahlreichen Projekten wirkte er als Tubist u.a. in so namhaften Orchestern wie: Radio Philharmonie Hannover, Staatsorchester Braunschweig und im Opernorchester Kassel mit. Auch in der Kammermusik und im Jazz engagiert sich Th. Lück. Als vielseitiger Tubist ist er im Niedersächsischen Blechbläser Quintett und in verschiedenen Jazzformationen und Big Bands tätig. Mit der „historischen“ Aufführungspraxis konfrontiert, hat er sich intensiv mit der Spieltechnik der Ophikleide (dem Vorläuferinstrument der Tuba) beschäftigt und wird mit diesem Instrument regelmäßig zu Konzertprojekten von Ensembles „für alte Musik“ eingeladen.

Clemens von Ramin

Lange bevor das Thema Vorlesen in aller Munde war, machte Clemens von Ramin den zu Gehör gebrachten Roman zu einer eigenen Gattung. Zu seiner. In den letzten zwölf Jahren liest Ramin neben Thomas Mann auch Hesse, Heine, Fontane, Zola, Kuprin, Tolstoi und viele andere. So belebt er einen großen Teil der Klassik für ein breites Publikum.
Ramin fühlt sich nicht als Gedichteaufsager oder Märchenonkel. Er will den Menschen vom Leben erzählen, sie zum fühlen und lachen aber auch zum nachdenken bringen.

Sein ausdrucksstarker und modulationsreicher warmer Bariton drückt Zorn und Freude, Trauer und Wut, Liebe und Verachtung, Hoffen und Verzweifeln, Lebensfreude und Entsetzen, Bestürzung und Wollust, aus. Die gebundene Sprache der Klassiker klingt bei ihm gleichermaßen lebendig wie die Satzfetzen moderner Schriftsteller.
Die Zeitung „Die Welt“ schreibt: „Ramin macht Kino im Kopf“ Wie kaum ein anderer lotet Ramin die gesamte Bandbreite des menschlichen Seelenlebens akustisch aus und zeichnet dabei beeindruckende und farbenfrohe Bilder. Dabei ist er immer akkurat, immer hingebungsvoll im Dienst der Sprache und dominiert niemals die Imagination seiner Zuhörer.
Seit 2008 gibt es im Spiegelsaal, im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, seine Literaturreihe „Erlesene Begegnungen“. Mit großem Erfolg startete seine Reihe, die Literatur und Musik in einem harmonischen Miteinander präsentiert. „Besonders freut es mich, dass auch immer mehr Menschen meiner Generation, den Weg zu meinen Abenden finden. Literatur als Life-Erlebnis ist großartig und wird auch in der medialen Welt immer sein Publikum finden!“
2-Porträtfoto Manfred Schmidt, Fotograf unbekannt

Manfred Schmidt

Mit den doppelbödigen und gesellschaftssatirischen Abenteuern des Meisterdetektivs Nick Knatterton in der Illustrierten Quick wurde Manfred Schmidt in den 1950er Jahren ein Wegbereiter des Comics in der jungen Bundesrepublik.

Bereits als 14-Jähriger veröffentlichte der am 15. April 1913 in Bad Harzburg geborene und in Bremen aufgewachsene Schmidt erste humoristische Zeichnungen in den Bremer Nachrichten und in der Weser-Zeitung. Nach dem Abitur 1930 begann er ein Studium in der Grafikklasse an der Staatlichen Kunstgewerbeschule der Hansestadt. Nach einem abgebrochenen Volontariat bei der Ufa-Filmgesellschaft in Babelsberg heuerte Schmidt im Herbst 1933 beim Berliner Ullstein-Verlag an. Als zeichnender Journalist lieferte er verschiedenen Blättern des Verlages, darunter der BZ am Mittag, der Berliner Illustrierten und der Grünen Post, heiter-ironische Eindrücke des gesellschaftlichen Tagesgeschehens und von allgemein menschlichen Alltagsszenen. Zudem gestaltete er Werbemotive und Bühnenbilder für ein Berliner Varieté-Theater und zeichnete erste humoristische Reisereportagen, beispielsweise im Jahr 1938 als Begleiter von Schwergewichtsboxer Max Schmeling auf der Überfahrt nach New York zum Rückkampf gegen Joe Louis.

Während des Zweiten Weltkriegs fertigte Schmidt nach redaktionellen Vorgaben politische Karikaturen für die Berliner Tagespresse und Witzzeichnungen für Armee-Zeitschriften. Zwischenzeitlich war er für die Deutsche Zeichenfilm GmbH in Berlin tätig. Nach der Einberufung zur Wehrmacht 1942 wurde er zur Herstellung von Propagandamaterial für das Inland sowie für das gegnerische und neutrale Ausland eingesetzt. In der unmittelbaren Nachkriegszeit veröffentlichte Schmidt humoristische Zeichnungen und Textbeiträge in verschiedenen Zeitungen und in der von Erich Kästner in Stuttgart gegründeten, demokratisch-pazifistisch ausgerichteten Zeitschrift Pinguin. 1947 erschien Schmidts bitter-ironisches Bilderbuch für Überlebende.

Ein Jahr später begann Schmidts Tätigkeit als Zeichner für die Illustrierte Quick in München. Hierin erschienen von 1950 bis 1964 über 500 Folgen der laut Schmidt als überdrehte Parodie auf amerikanische Comics angelegten Krimi-Serie Nick Knatterton. Der Erfolg der mit Seitenhieben auf die Bonner Gesellschaft und Politik gespickten Geschichten trieb nicht nur die Auflage der Quick in die Höhe, sondern führte auch zum Nachdruck der Abenteuer in Buchform. Mit einer für die damalige Zeit verhältnismäßig breiten Produktpalette von Spielwaren bis hin zu Waschlappen wurde Knattertons Vermarktung vorangetrieben. Eine Realverfilmung mit Karl Lieffen, Gert Fröbe, Wolfgang Neuss und anderen Größen des bundesdeutschen Nachkriegsfilms kam im Januar 1959 in die Kinos.

Parallel zu den Knatterton-Geschichten gestaltete der Zeichner Werbeanzeigen, u.a. für Spirituosen, Herrenbekleidung, Taschentücher und Rasierklingen, und bebilderte Reisereportagen für die Quick. Ab 1960 erschienen Schmidts illustrierte Reiserlebnisse an Stelle von Nick Knatterton als reguläre Serie. Für seine Berichte bereiste er im Auftrag der Quick Deutschland, das europäische Ausland, Israel und Nordafrika. Auch diese »verschmidtsten« Reportagen wurden in Buchform nachgedruckt und finden Neuauflagen bis in die Gegenwart.

Die Popularität seiner Beiträge für die Quick, sein Talent als Schnellzeichner und sein augenzwinkerndes Auftreten machten Schmidt in den 1950er und 1960er Jahren zu einem gern gesehenen Gast in Fernsehshows von Peter Frankenfeld, Hans-Joachim Kulenkampff, Heinz Maegerlein und Lou van Burg. Ab 1966 arbeitete er zusätzlich als Drehbuchautor und Regisseur von Reisefilmen für das Fernsehen.

Nachdem Schmidt der Quick den Rücken gekehrt hatte, richtete er sich 1972 ein Zeichentrickfilm-Studio in seinem Privathaus ein und produzierte mit einem 5-köpfigen Team kurze Trickfilme nach eigenen und fremden Vorlagen, Werbespots und -anzeigen. So entstanden in seinem Studio unter anderem ca. 200 Zeichentrickfilm-Spots nach Vorlagen des argentinischen Zeichners Mordillo für das Westdeutsche Werbefernsehen (WWF) und die Deutsche Fernsehlotterie (Ein Platz an der Sonne). Ebenso kam es zu Trickfilm-Kooperationen mit Schmidts langjährigem Freund und Nachbarn Vicco v. Bülow alias Loriot.

Ende der 1970er Jahre entwickelte Schmidts Studio 15 Episoden einer Nick-Knatterton-Zeichentrickserie. Dem folgten 1982 zwei neue Knatterton-Comic-Staffeln in der Programmzeitschrift Fernsehwoche. Zudem wurde der markante Meisterdetektiv in den 1980er Jahren mehrfach als Werbefigur für unterschiedliche Produkte, darunter Erfrischungsgetränke, Medikamente, Computer und Heizungsthermen, verwendet.

1989 zog sich Manfred Schmidt in den Ruhestand zurück und entsorgte einen Großteil seiner Zeichnungen im Altpapier. Am 28. Juli 1999 verstarb er in seinem Haus in Ambach am Starnberger See.


Zitate von Manfred Schmidt

Für die Presse war Manfred Schmidt nicht nur wegen seines zeichnerischen Talents, sondern auch wegen seiner augenzwinkernden Kommentare und unterhaltsamen selbstironischen Anekdoten ein gefragter Interviewpartner. Hier einige typische Beispiele:

Manfred Schmidt … über sich selbst:
- „Ich bin eine Doppelbegabung: Ich kann weder zeichnen noch schreiben.“
(Schmidt gab als Urheber dieser Worte auch gern seinen Freund Loriot an.)
- „Ich bin einer der melancholischsten Menschen, die es gibt.“

… über seine Arbeit:
- „Es muss nicht aus mir heraus. Ich bin kein Künstler. Es gibt keine freiwillig gemachte Zeichnung von mir. Ich liefere meine Männchen auf Bestellung, so wie andere Reißnägel oder Brötchen liefern.“
- „Man darf sein Publikum nie enttäuschen, nie aus seinen Vorurteilen und Illusionen reißen.“
- „Humor produzieren heißt vor allem logisch denken, Kausalketten abspulen und die Dekoration runterräumen, um zu sehen, was dahinter ist. Ein Humorist analysiert Menschen und Situationen, dekuvriert [= entlarvt] sie mit einem Witz und zeigt, wie sie wirklich sind.“

… zu seiner Karriere beim Ullstein-Verlag in den 1930er Jahren:
- „Ich konnte meinem angeborenen Hang zur Faulheit und kontemplativer Lebensführung frönen, auf Kaffeehausterrassen herumsitzen und mir dummes Zeug ausdenken, alles gegen Bezahlung!“

… zu seiner erfolgreichsten Schöpfung Nick Knatterton:
- „Sein Vater bin ich. Seine Mutter ist der Zufall. Als Hebamme fungierte der damalige Quick-Redakteur Anton Sailer, in Fachkreisen »Humor-Toni« genannt.“
- „Ich habe das richtig wissenschaftlich aufgebaut. Das war synthetischer Humor.“
- „Zehn Jahre meines Lebens hat mir dieser Kerl zur Hölle gemacht.“

… zum Medium Comic:
- „Die idiotischste aller Erzählformen“

… zu seinen Reisereportagen:
- „Ich erzähle nur, was ich gesehen habe. Selbst, wenn es noch so absurd scheint, es hat sich so abgespielt.“
- „Die Welt ist so grotesk, dass man sich gar nicht viel ausdenken muss.“
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Adrian Brendel

Als einer der originellsten Cellisten seiner Generation bereist Adrian Brendel die Welt als Solist, Kammermusiker und Lehrer. Die frühen Begegnungen mit den Werken von Kurtág, Kagel und Ligeti entfachten seine Neugier und Leidenschaft für zeitgenössische Musik. Auf diesen neuen Wegen begleitet ihn auch seine Begeisterung für Jazz und Weltmusik.

Adrian Brendel studierte zunächst bei William Pleeth, der seine tiefe Verbundenheit zur Kammermusik maßgeblich förderte. Weitere Stationen waren der Unterricht bei Alexander Baillie und Frans Helmerson in London und Köln sowie regelmäßige Meisterkurse bei György Kurtág, Ferenc Rados, Mitgliedern des Alban Berg Quartetts und seinem Vater Alfred Brendel. Die gefeierte Aufnahme der Cellosonaten Beethovens zusammen mit seinem Vater wurde während der gemeinsamen Konzerte in der Saison 2003/2004 aufgenommen und bei Philips/Decca veröffentlicht.
Gemeinsame Projekte mit verschiedenen zeitgenössischen Komponisten und Dirigenten, unter ihnen György Kurtág, Thomas Adès und Péter Eötvös, bewegen Adrian Brendel dazu, Neue Musik in seine Konzertprogramme aufzunehmen, wo immer es möglich ist. Ein jüngst zurückliegendes Projekt mit Sir Harrison Birtwistle führte zu Premieren des Liederzyklus „Bogenstrich“ und eines Klaviertrios, das im Frühjahr 2014 beim Label ECM veröffentlicht wird.
Ein Höhepunkt der Saison 2013/2014 ist die Uraufführung von York Höllers Cellokonzert „Mouvements“ zusammen mit dem NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Alejo Pérez. Im gleichen Konzert wird er auch Solist von Bernd Alois Zimmermanns Werk „Canto di Speranza“ sein.

Als gefragter Partner und Solist arbeitet Adrian Brendel mit Musikern wie Aleksandar Madžar, Imogen Cooper, Till Fellner, Tim Horton und Kit Armstrong. Mit letzterem bildet erzusammen mit Andrej Bielow auch ein festes Klaviertrio. Zu seinen weiteren Kammermusikpartnern zählen unter anderem Henning Kraggerud, Lisa Batiashvili, Lars-Anders Tomter, Katharina Gowers und Alasdair Beatson.
In den zurückliegenden Jahren war Adrian Brendel Gast bei den Festivals von Aldeburgh, Cheltenham, Verbier, Ernen, Salzburg, Sonoro, Enescu, der Schubertiade und dem Klavier-Festival Ruhr. Außerdem tritt er regelmäßig in den renommiertesten Konzertsälen Europas wie der Wigmore Hall in London, der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein und dem Concertgebouw in Amsterdam auf.

Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie der Academy of St Martin in the Fields, dem Royal Scottish National Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra sowie mit der Sinfonia Varsovia und weiteren europäischen Orchestern. Sein jährlicher Besuch des International Musicians Seminar Prussia Cove, gegründet vom verstorbenen Sándor Végh, ist für Adrian Brendel von großer künstlerischer und persönlicher Bedeutung.
Adrian Brendel ist künstlerischer Leiter des Festivals „Music at Plush“, das jeden Sommer in Dorset, im Südwesten Englands stattfindet.
In den letzten Jahren hat er an zahlreichen sozialen Projekten und Vermittlungsprogrammen in entfernten Regionen wie in Bolivien, Argentinien und Ostafrika sowie in der Ukraine und Rumänien teilgenommen. So porträtierte er z. B. das Festival des senegalesischen Sängers und Gitarristen Baaba Maal aus Podor für das Programm von BBC Radio 4 im Dezember 2012. Die CD-Produktion mit dem Jazz-Ensemble „Root 70“ um den Spitzen-Posaunisten Nils Wogram ist ein weiterer Beleg für Adrian Brendels Bestreben, seinen Horizont und den des Cellos mit ausgefallenen Projekten zu erweitern. So arbeitete er unlängst auch mit Patti Smith, dem norwegischen Multiinstrumentalisten Stian Carstensen und dem argentinischen Bandoneonisten Marcelo Nisinman.
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Marianne Eggers

Marianne Eggers ist gebürtige Bremerin. Sie studierte in Frankfurt/Main, Hannover und Basel bei August Leopolder und dem Schweizer Pianisten Paul Baumgartner zudem nahm sie an Meisterkursen bei Stefan Askenase teil.

Marianne Eggers gibt Klavierabende, konzertiert als Kammermusikerin und hat Funkverpflichtungen.
Bis 1997 war sie außerdem als Dozentin für Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen tätig. Im Mai 1999 gab sie an der Musikschule in Atsugi (Japan) Klavierkurse. Anfang 2002 Einspielung einer CD mit werken von Mozart, Schubert, Mendelson und Brahms.

Seit 1995 arbeitet sie intensive Zusammenarbeit mit dem Sänger (Tenor) Johannes Luig.
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Johannes Luig

Der lyrische Tenor Johannes Luig war nach dem Studium bei Heribert Langosz und Theodor Wiedebusch als Opern- und Konzertsänger im In- und Ausland unterwegs. Am Gymnasium Obervieland bringt er seit 2004 jungen Menschen die klassische Musik näher. Konzerte und Liederabende stehen dabei noch immer im Mittelpunkt seines musikalischen Schaffens.

Kandinsky Streichtrio

Das Kandinsky Streichtrio vereint drei international anerkannte, mit einem ECHO-Klassikpreis ausgezeichnete Solisten, die zu den herausragenden Vertretern ihrer Instrumente gehören.
Die Geigerin Kathrin Rabus (Erste Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie), der Bratschist Volker Jacobsen und der Cellist Wen-Sinn Yang (beide Professoren an den Musikhochschulen Hannover und München) haben sich aus der Faszination am gleichberechtigten dreistimmigen musikalischen Gespräch heraus zusammengefunden, um der Gattung des Streichtrios ein Podium zu geben und neben dem gängigen Repertoire auch außergewöhnliche Raritäten zu Gehör zu bringen.
Bald nach der Gründung führten Konzerte das Kandinsky Streichtrio ins europäische Ausland und in die USA, wo es 2000 erfolgreich in New York, Washington und Chicago debütierte. Es ist Gast vieler Festivals (u. a. Rheingau, Heidelberger Frühling, Schleswig-Holstein) und namhafter Kammermusikreihen.
Regelmäßig lädt das Kandinsky Streichtrio Gäste ein, um das Repertoire durch selten im Konzertsaal zu hörende Werke zu ergänzen. So arbeitete das Ensemble mit Solobläsern der Wiener Philharmoniker, um die Flöten- und Oboenquartette von Mozart aufzuführen. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet das Kandinsky Streichtrio außerdem mit Bruno Canino, David Geringas , Matan Porat und Klaus Thunemann.
Ein besonderer Impuls für die stilistische Entwicklung des Ensembles war die Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel. Über die Verwendung unterschiedlicher und der jeweiligen musikalischen Stilepoche entsprechender Bögen gelang es, eine weitaus differenziertere Spielweise zu erreichen, die den sprachlich-rhetorischen Duktus der Werke unmittelbarer zum Ausdruck bringt. Aufnahmen mit den Kandinsky Streichtrio liegen bei Arte Nova und Sony vor, wobei die Streichtrios op. 9 von Beethoven bei Sony als Teil der Serie "Complete Masterpieces" herausgegeben wurden.
Viele Rundfunkaufnahmen für fast alle großen Sendeanstalten zeugen vom vielseitigen Repertoire und dem besonderem Stellenwert des Ensembles.
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Kathrin Rabus

Kathrin Rabus studierte in Basel bei Sandor Zöldy, in Tel Aviv bei Pjotr Bondarenko und in New York bei der berühmten Geigenpädagogin Dorothy DeLay. Meisterkurse bei Nathan Milstein, Henryk Szeryng und Gidon Kremer rundeten ihre künstlerische Ausbildung ab. Ein entscheidender Meilenstein ihrer internationalen Karriere war der 1. Preis der Bundesauswahl Podium junger Solisten im Jahre 1979, gefolgt vom Internationalen Violinwettbewerb Tibor Varga im Jahre 1987.

Kathrin Rabus ist seit 1988 erste Konzertmeisterin der NDR Radiophilharmonie, wobei sie sich als erste Frau in einem deutschen Rundfunksymphonieorchester diese Position erspielte. Sie ist gern gesehener Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival, in Lockenhaus (Österreich), in Kuhmo (Finnland), in Kurashiki (Japan) und beim Jerusalem Chamber Music Festival. Sie hat eine Reihe von CDs eingespielt, u. a. als Kammermusikpartnerin von Gidon Kremer (bei Philips: Haydn, „Die sieben letzten Worte“ und Schnittke, Klavierquintett) und wurde 1999 mit dem renommierten ECHO-Klassik-Preis in der Kategorie Kammermusik geehrt. Im gleichen Jahr wurde sie außerdem Geigerin des Kandinsky Streichtrios.
Besondere Anregungen erhielt sie durch Andras Schiff, in dessen Ensemble „Capella Andrea Barca “ sie regelmäßig musiziert.
Als Solistin trat sie u.a. mit Bartok 2.Violinkonzert unter Michael Gielen, Schumann Violinkonzert unter Berhard Klee sowie Schumann Fantasie unter Heinz Holliger auf.
Ein starkes Interesse gilt auch der zeitgenössischen Musik: so spielte sie z.B. die Uraufführung von „Silenzio“ von Sofia Gubaidulina (ebenfalls auf CD bei Naxos) sowie die Ersteinspielung des Violinkonzerts von Daniel Schnyder unter dem Dirigat von Kristjan Järvi (Enja Records).
Kathrin Rabus ist künstlerische Leiterin des Arte Ensembles , einer Kammermusikvereinigung aus Solisten der NDR Radiophilharmonie, die u.a. mit Dominique Horwitz und Herbert Feuerstein auftritt.
Die Förderung des musikalischen Nachwuchses liegt der Künstlerin ebenso am Herzen: ihre Lehr- und Dozententätigkeit führte sie zum Bundesjugendorchester, zur Japanischen Kammermusik- und Orchesterakademie Toyama, zur Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals, zur Villa Musica Mainz und zur Hochschule für Musik und Theater Hannover.
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Wen-Sinn Yang

Wen-Sinn Yang zählt zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten als Kammermusiker und Solist im Cellofach.

"Technisch auf allerhöchstem Niveau spielt er mit wunderbarem, großem Ton und einwandfreier Intonation. Seine Phrasierungen sind einfühlsam, und er erfasst in ausserordentlicher Weise die philosophische Dimension der Werke, die er spielt", äusserte sich kein Geringerer als Lorin Maazel über ihn.

Seit dem Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf 1991 ist Wen-Sinn Yang ein gern gesehener Gast auf den bedeutenden Konzertpodien und Musikfestivals in Europa und Asien. Als Solist bei Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, NHK Tokio, Shanghai Symphony Orchestra, Radio Suisse Romande, St. Pauls Chamber Orchestra musizierte er mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel und Mariss Jansons.

Sein äusserst breit gefächertes Repertoire ist auf über 20 CD-Einspielungen dokumentiert. Neben dem Standardrepertoire wie den Konzerten von Boccherini, Haydn und Dvorak hat Yang als Anwalt für wenig bekannte, hochvirtuose Cellomusik auch Werke von François Servais, Carl Davidoff, Alfredo Piatti und Julius Klengel in Ersteinspielungen aufgenommen. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen sind die 6 Solo Suiten von J.S. Bach als DVD bei Arthaus Musik erschienen.

Der in Bern geborene Musiker taiwanesischer Abstammung studierte bei Claude Starck (Zürich) und bei Wolfgang Boettcher (Berlin). Im Anschluss an sein Engagement als Erster Solocellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er vielfach solistisch auftrat, wurde er 2005 als Professor an die Hochschule für Musik und Theater München berufen.
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Volker Jacobsen

In Hannover geboren und aufgewachsen entschied sich Volker Jacobsen bereits als Siebenjähriger nicht den Umweg über die Geige zu nehmen sondern gleich auf der Bratsche zu beginnen, auch wenn es sich anfangs um eine mit Bratschensaiten bespannte Geige handelte.
Er bekam in Hannover Unterricht bei Christian Pohl bis er sein Studium an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Barbara Westphal aufnahm, das er dort auch mit dem Konzertexamen abschloss. Durch seine frühe, intensive Beschäftigung mit Kammermusik war für ihn die Arbeit mit Walter Levin, den Mitgliedern des Emerson String Quartet, Juilliard Quartet und dem Alban Berg Quartett prägend, insbesondere der während zweier Studienjahre in Wien vertiefte kollegiale und freundschaftliche Kontakt zum 2005 verstorbenen Bratschisten Thomas Kakuska.
1989 gründete Volker Jacobsen mit drei Kollegen das Artemis Quartett. Mit anfangs studentischem Elan widmete man sich dem Streichquartettrepertoire, um parallel zum Studium möglichst viel an dieser Gattung zu lernen. Nach wichtigen ersten Preisen bei internationalen Wettbewerben (ARD-Wettbewerb in München, Premio Paolo Borciani in Reggio Emilia) entwickelte sich eine in der Kammermusikwelt herausragende Karriere. Als regelmäßiger Gast konzertierte Volker Jacobsen mit dem Ensemble in allen bedeutenden Musikzentren und Festivals Europas, Nord- und Südamerikas, Japans und Australiens. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen entstanden zunächst beim Label Ars Musici und später exklusiv für Virgin/EMI. Vielfach wurde diese Arbeit gewürdigt, z.B. durch Schallplattenpreise wie dem ECHO oder der Ehrenmitgliedschaft im Verein Beethovenhaus Bonn, und es entstanden zwei Filme des berühmten Regisseurs Bruno Monsaingeon.
Trotzdem blieb bei dieser intensiven Karriere Zeit um über den Tellerrand zu schauen, z.B. 1999 während eines Aufenthaltes als Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg zum Austausch mit Wissenschaftlern und Forschern anderer Gebiete.
2007 entschied Volker Jacobsen auf dem Höhepunkt dieser Quartettkarriere sich beruflich neu zu orientieren. Anlässlich seines Ausscheidens aus dem Quartett kommentierte rückblickend die FAZ: „Die Artemisianer sind heute, auch im internationalen Vergleich, unter den sehr guten die besten.“
Schon als Ensemblemitglied hatte die pädagogische Arbeit einen besonderen Stellenwert für Volker Jacobsen: Er war Professor an der Universität der Künste in Berlin und „Master-in-Residence“ an der Chapelle musicale Reine Elisabeth in Brüssel.
Seit 2007 bekleidet er ein Professur für Bratsche an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Er ist gleichermaßen gefragt als Lehrer auf internationalen Meisterkursen wie als Kammermusiker mit Partnern wie Renaud und Gaultier Capucon, Leif Ove Andsnes und Juliane Banse. Duo- und Sonatenrepertoire spielt er regelmäßig mit dem Pianisten Matthias Kirschnereit, der auch Partner für ihn und seine Frau, die Klarinettistin Nicola Jürgensen, in Trio-Konzerten ist.
Aus der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten der jüngeren Generation wie Jörg Widmann, Brett Dean, Mauricio Sotelo und Thomas Larcher entstand auch Volker Jacobsens besonderes Interesse an der Entstehung und Aufführung von Neuer Musik.
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Erik Schumann

1982 als Sohn deutsch-rumänisch-japanischer Eltern in Köln geboren, konzertiert Erik Schumann regelmäßig mit namhaften Orchestern in Europa, Asien und den USA, darunter das NDR Sinfonieorchester Hamburg / Hannover, das Gewandhausorchester Leipzig, die Düsseldorfer Symphoniker, die Kammerorchester von Wien und Zürich, das Tonhalle Orchester Zürich, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, die Sinfonia Varsovia, das Tschechische Nationale Symphonieorchester, Kyoto Symphony Orchestra sowie das Chicago Symphony Orchestra und das National Symphony Orchestra Washington. Dabei arbeitet er zusammen mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Jiri Belohlavek und Vassily Sinaisky. Er spielt in Konzertsälen wie Prinzregententheater München, Kölner Philharmonie, Gewandhaus Leipzig, Musikhalle Hamburg, Konzerthaus Wien, Tonhalle Zürich, Stadtcasino Basel, Victoria Hall Genf, Concertgebouw Amsterdam, Suntory Hall Tokio, Seoul Arts Center, Salle Pleyel Paris sowie dem Louvre.
Als Solist des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra (Leos Svarovsky) konzertierte Erik Schumann 2007 in Tokio und war im gleichen Jahr ebenfalls als Solist mit dem Schleswig-Holstein Festivalorchesters auf Tournee durch Brasilien. Darüberhinaus war er auch als Solist des National Symphony Orchestra im Kennedy Center, Washington D. C., zu erleben.
Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn gehören außerdem sein Debüt beim NHK Orchestra Tokio, Konzerte mit den Bamberger Symphonikern sowie Wiedereinladungen zum Orchestre de Paris und zum Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.

Seit Beginn seiner musikalischen Karriere wurde Erik Schumann mit den verschiedensten Preisen und Auszeichnungen geehrt: Erster Preis beim Wieniawski-Lipinski-Wettbewerb in Lublin, Polen, Preisträger beim Internationalen Violinwettbewerb Jacques Thibaud in Paris (2002) sowie beim Internationalen Shlomo-Mintz-Violinwettbewerb in Sion, Schweiz (2003). In Anerkennung seiner Leistungen ist Erik Schumann Stipendiat der “Studienstiftung des deutschen Volkes” und der “Deutschen Stiftung Musikleben”. 2004 wurde er mit dem renommierten “Bernstein Award” des Schleswig-Holstein Musik Festivals ausgezeichnet.
Erik Schumann gastiert auf anerkannten Festspielen wie den Salzburger Osterfestspielen, dem Kissinger Sommer, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Mozartfest Schwetzingen, dem Rheingau Musik Festival und dem Ravinia Musikfestival Chicago. In 2009 nahm er erstmals auch am Jerusalem Chamber Music Festival teil.

Als Kammermusiker arbeitet er mit Partnern wie dem Tokyo String Quartet, Claudio Bohorquez, Markus Groh und Henri Sigfridsson. Zusammen mit Nicolas Altstaedt und Peter Wienhardt spielt er im AbsoluTrio. Im Rahmen der Kronberg Academy 2004 spielte er mit Juri Bashmet, Gidon Kremer und Daniel Hope. Außerdem unterstützt Erik Schumann an der Seite von Lars Vogt dessen Projekt “Rhapsody in School”.
Im Mai 2008 gab er zusammen mit Christoph Eschenbach ein Duo-Konzert in der Ooji Hall Tokio.
Ebenfalls im Mai 2008 erschien bei Avi Music Erik Schumanns hochgelobte Debüt-CD, auf der er im Duo mit Henri Sigfridsson Sonaten von Sergei Prokofiev einspielt.
Entscheidend für seine musikalische Entwicklung war sein Lehrer Zakhar Bron, bei dem sein Studium an der Musikhochschule Köln abschloss. Weitere Impulse für sein Violinspiel erwarb er sich durch Meisterkurse u. a. bei Pinchas Zuckerman, Miriam Fried, Shlomo Mintz, Hermann Krebbers und György Pauk.

Erik Schumann spielt auf einer Violine von Stradivarius (1713).
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Alexandra Conunova-Dumortier

Alexandra Conunova-Dumortier gewann den 1. Preis beim 8. Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb, Hannover 2012. Zudem ist sie Preisträgerin weiterer internationaler Wettbewerbe: 2011 erzielte sie einen 2. Preis (bei Nichtvergabe des 1. Preises) beim Internationalen Violinwettbewerb George Enescu in Bukarest. Zuvor gewann sie jeweils einen 2. Preis bei den Wettbewerben Tibor Varga 2010, Ion Voicu 2009 und Henri Marteau 2008.
Alexandra Conunova-Dumortier wurde 1988 in Moldawien geboren und begann im Alter von sechs Jahren Violine zu spielen. Zurzeit studiert sie bei Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Verschiedene Meisterkurse - unter anderem bei Boris Kuschnir und Igor Oistrach - runden ihre Ausbildung ab.
Alexandra Conunova-Dumortier ist bereits bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Radio France Festival und dem Festival Verbier aufgetreten und spielte u.a. mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam. Als Preisträgerin des 19. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben spielt Alexandra Conunova-Dumortier seit Februar 2011 eine Violine von Santo Seraphin, Venedig 1735.
Einige Fakten zum Joseph Joachim Wettbewerb:
Der große Geiger Joseph Joachim (1831-1907), der 15 Jahre lang das Musikleben in Hannover prägte, ist der Namensgeber für diesen alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb. Er ist mit 21 Jahren noch sehr jung, gehört aber aufgrund seiner Fairness und der hohen Qualität der Teilnehmer zu den wichtigsten Wettbewerben der Welt. 178 Teilnehmer bewarben sich 2012, 36 wurden nach einer Vorauswahl nach Hannover eingeladen und wetteiferten zwei Wochen miteinander.
Den Preisträgern winken - neben 140.000 Euro Preisgeldern insgesamt - eine umfassende anschließende Förderung, von Debütkonzerten über eine CD-Produktion mit dem Label Naxos bis hin zur Leihgabe einer Giovanni Battista Guadanini-Geige für drei Jahre.
markus_becker_presse_3 by Foto- Roland Schmidt

Markus Becker

Markus Becker ist als Virtuose unschlagbar, ein musikalischer Seelenmaler mit Verstand.“
Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Im internationalen Konzertleben überzeugt Markus Becker seit vielen Jahren als gestaltungsmächtiger Interpret der Klavierliteratur von Bach bis Rihm, als ideenreicher Programmgestalter und profilierter Künstler, der im Jazz seine zweite Heimat hat.
Markus Becker wird 1963 in einen musikalischen Haushalt hineingeboren. Schon als Dreijähriger verbringt er gerne Zeit an Tasteninstrumenten. Klavierunterricht erhält er zunächst bei Marton Keönch, später bei Heidi Köhler. Das Singen im Knabenchor Hannover, die Gründung erster Kammermusik-Ensembles, die Mitwirkung in Jazz- und Rockbands und die Komposition von Bühnenmusiken komplettieren den künstlerischen Erfahrungshorizont seiner Schulzeit.
Nach ersten Preisen in verschiedenen Jugendwettbewerben beginnt Markus Becker 1982 das Klavierstudium bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover, flankiert von Meisterkursen bei Lew Vlasenko, Leon Fleisher und Fanny Waterman und ergänzt durch intensive Beschäftigung mit Kammermusik. Weitere wichtige Anregungen erhält er über viele Jahre durch Alfred Brendel. Er gewinnt diverse nationale und internationale Preise, unter anderem den 1. Preis beim Internationalen Brahms-Wettbewerb Hamburg 1987.
Markus Becker setzt heute Maßstäbe mit den Konzerten von Bach, Beethoven, Brahms und Gershwin, aber auch mit Wiederentdeckungen wie Pfitzner, Hindemith, Draeseke, Widor oder den beiden Konzerten für die linke Hand von Franz Schmidt. In seinen Soloprogrammen kontrastiert Markus Becker Wiederentdeckungen mit den großen Standardwerken der Klavierliteratur. Als virtuoser Jazz- Improvisator ist er eine Ausnahmeerscheinung unter klassischen Pianisten.
Regelmäßig gastiert Becker beim Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musikfestival, Kissinger Sommer, Beethovenfest Bonn oder den Ludwigsburger Schlossfestspielen.
Markus Becker musiziert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem RSB Berlin, den Rundfunkorchestern des NDR, WDR und SWR, dem BBC Welsh Orchestra unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Howard Griffiths, Michael Sanderling, Steven Sloane , Marcus Bosch.
Beckers zentrales Anliegen ist die Kammermusik. Als Interpret, Professor und Festivalleiter widmet er sich diesem Feld mit besonderer Hingabe. Der Grenzbereich von musikalischer Individualität und gemeinsamer Suche nach interpretatorischen Lösungen bildet den Kern seiner künstlerischen Arbeit.
Seine Partner sind hier u.a. Albrecht Mayer, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel, Igor Levit, Sharon Kam, Alban Gerhardt, Tabea Zimmermann.
Kammermusik steht auch im Mittelpunkt der Lehrtätigkeit von Markus Becker: Seit 1993 ist er Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Hier leitet er eine Klasse von Pianisten und Kammermusik-Ensembles, die immer wieder durch Wettbewerbserfolge auf sich aufmerksam machen. Er ist Direktor des Instituts für Kammermusik und Leiter des jährlichen Kammermusik- festivals an seiner Hochschule.
Für seine CD-Einspielungen erhält Becker gleich dreimal den ‚ECHO-Klassik’ sowie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den „Editor ́s choice“ im britischen Fachblatt GRAMOPHONE. Aufnahmen erscheinen bei EMI, Decca, cpo und Thorofon mit Werken von Brahms, Schumann, Bach, Beethoven, Dussek und George Antheil. Markus Becker produziert heute seine Aufnahmen überwiegend beim englischen Label hyperion. Hier erschienen in kurzer Folge die Cellosonaten von Max Reger (mit Alban Gerhardt), Klavierkonzerte von Draeseke, Jadassohn und Widor, Kammermusik von Erwin Schulhoff und zuletzt Regers Bearbeitungen Bachscher Orgelwerke Als legendär gilt bereits heute Beckers Gesamteinspielung des Klavierwerks von Max Reger auf insgesamt 12 CDs (Thorofon). Das FonoForum urteilt über diese enzyklopädische Großtat: „Eine der seltenen wahrhaft großen Leistungen deutscher Pianistik der letzten fünfzig Jahre“.
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Cafe Brunette

Jazz Swing Musette·Open Air
Café Brunette

Caspar Heinemann, E-Gitarre
Christoph Teichmann, Geige
Thomas Krizsan, Akkordeon
Martin Henkel, Kontrabass

Charmant und mit sichtlicher Freude präsentiert Café Brunette ein einzigartiges Klangerlebnis besonderer Güte. Das Quartett verbindet mit unverwechselbarem Sound smoothe Swingballaden, leichtfüßige Musettewalzer, temperamentvolle Jazzklassiker und bekannte Filmmelodien zu einem eigenständigen und stilprägenden Repertoire. Humorvoll und ohne Scheu vor stilistischen Grenzen, spannt das professionelle Ensemble einen Bogen von den Wurzeln des europäischen Jazz bis in die Gegenwart.


»Stilgrenzen zu überschreiten gehört bei Café Brunette zum guten Ton« -Katja Pietsch, ARD-Moderatorin
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Andreas Staier

Andreas Staier, 1955 in Göttingen geboren, studierte Klavier und Cembalo in Hannover und Amsterdam und war drei Jahre lang Cembalist des Ensembles Musica Antiqua Köln. 1986 begann er seine Solistenkarriere als Cembalist und Fortepianospieler. Er profilierte sich als einer der einflussreichsten Interpreten seines Fachs, der Komponisten von Haydn bis Schumann intellektuell wie emotional neu beleuchtet, zugleich große Literatur jenseits des Repertoires erschließt (Hummel, Field) und mit kreativen Konzepten („Delight in Disorder“, „Hamburg 1734“) überzeugt.

Als Kammermusiker arbeitet Staier zusammen mit Künstlern wie Anne Sophie von Otter, Pedro Memelsdorff, Alexej Lubimov und Christine Schornsheim; ein festes Klaviertrio etablierte er mit Daniel Sepec und Roel Dieltiens. Mit dem Tenor Christoph Prégardien verband den Pianisten eine langjährige musikalische Partnerschaft, in der CDs mit Liedern von u.a. Schubert, Schumann, Mendelssohn, Beethoven und Brahms entstanden. In Brahms´ Liederzyklus „Die Schöne Magelone“ arbeitete Staier zudem mit Senta Berger und Vanessa Redgrave als Sprecherinnen zusammen.

Als Solist gibt Andreas Staier regelmäßig Konzerte mit Concerto Köln, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Orchestre des Champs-Elysées Paris u.a. Er gastiert bei den großen internationalen Musikfestivals (Festival de La Roque d'Anthéron, Festival de Saintes, Festival de Montreux, Styriarte Graz, Schubertiade Schwarzenberg, Schleswig-Holstein Musik Festival, Bach-Fest Leipzig, Bachtage Berlin, Bachwoche Ansbach, Kissinger Sommer u.a.) und auf den international renommierten Konzertpodien von Berlin bis Tokyo.

Andreas Staier hat rund 50 CD-Einspielungen vorgelegt, die größtenteils mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden. Bis 1995 stand Andreas Staier bei BMG/Harmonia Mundi Deutschland unter Vertrag. Mit der Teldec verband ihn bis 2002 ein Exklusivvertrag, seit 2003 arbeitet Staier mit harmonia mundi France zusammen. Für den Fortepianospieler Andreas Staier komponierte der Franzose Brice Pauset seine „Kontra-Sonate“, die der Musiker 2001 zur Uraufführung brachte. Im September 2011 folgte die Uraufführung eines „Kontra-Konzertes“ in der Kölner Philharmonie, zusammen mit dem Freiburger Barockorchester.

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Igor Tchetuev

Igor Tchetuev wurde 1980 in der ukrainischen Stadt Sewastopol geboren. Er studierte dort zuerst in der Klasse von Natalia Pereferkovitsch und ab 1992 in der Klasse von Tatiana Kim. Im Alter von 14 Jahren gewann er in seinem Heimatland den Großen Preis des Internationalen Vladimir-Krainev-Wettbewerbs für junge Pianisten. Im Jahr 1997 fing er bei Prof. Vladimir Krainev an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) an zu studieren. Als Achtzehnjähriger war er 1998 Erster Preisträger beim neunten Internationalen Arthur-Rubinstein-Wettbewerb, bei dem er auch mit dem «Publikumspreis» ausgezeichnet wurde.

2009 bis 2012 ist Igor Tchetuev Gast des Orchestre National de France am Theatre des Champs Elysees (Tchaikovsky 1 unter Neeme Jarvi), des Mariinsky-Theaters in St. Petersburg als Begleiter des Bassisten Ferruccio Furlanetto, der Philharmonie Luxembourg (Günter Herbig), des Orchestre National de Montpellier (Yaron Traub), der Moscow Virtuosi (mit Vladimir Spivakov und Maxim Vengerov), des Moskauer Sinfonieorchesters (Pavel Kogan), des Orchestre Symphonique de Saint Etienne (Vladimir Vakoulsky), des Philharmonischen Orchesters der Ukraine in Tournee in der Schweiz und des Euro-Asian Philharmonic Orchestra in Korea. Er gibt regelmäßig Klavierabende in Frankreich und in Europa, unter anderem zum vierten Mal in der Londoner Wigmore Hall. Beim Colmar-Festival spielt er mit dem Violinisten Xavier Phillips, in Paris gibt er mit Augustin Dumay, Violinist, vier Konzerte.

2007 bis 2009 war Igor Tchetuev Klavierbegleiter des berühmten italienischen Bassisten Ferruccio Furlanetto in der Mailänder Scala. Mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln (Semyon Bychkov) gab er drei Konzerte. Beim Festival de la Roque d’Antheron wurde er nach einem Klavierabend mit den 24 Etüden von Frederic Chopin begeistert gefeiert. In Israel gab er vier Konzerte von Mozart und Liszt mit der Israel Camerata.

In jüngster Zeit ist Igor Tchetuev als Klaviersolist mit dem Orchester Halle, dem Akademischen Sinfonieorchester St. Petersburg, dem Polnischen Nationalorchester, der Philharmonie Bern, dem NDR Hannover, dem Santa Cecilia Orchestra, dem Orchestre de Bretagne, dem Israel Philharmonic Orchestra, den Dortmunder Philharmonikern, der New Japan Philharmonic, der Miami New World Symphony, dem Orchestre National de Lille, dem Orchestre de Tours und vielen anderen aufgetreten.

Er spielte unter Dirigenten wie Valery Gergiev, Semyon Bychkov, Vladmir Spivakov, Marc Elder, Rafael Fruhbeck de Burgos, Günter Herbig, Alexander Dmitriev, M. Shostakowitsch, Evgueni Svetlanov, Jean-Claude Casadesus, Mykola Dyadyura, Vladimir Sirenko und anderen.

Jedes Jahr tritt Igor Tchetuev bei verschiedenen Festivals auf, darunter dem Internationale Festival von Colmar, dem Menhuin-Festival in Gstaad, dem Klavierfestival Ruhr, dem Braunschweig Classix Festival, dem Sintra-Festival, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Zino-Francescatti-Festival, den Festspielen in Divonne, Hardelot, Paris (Louvre Auditorium), dem Chopin-Festival in Paris, den Accademia Philharmonica Romana, dem Festival de Radio France et Montpellier.

Igor Tchetuev unternimmt regelmäßig Konzertreisen durch ganz Europa.

Seine CD-Aufnahmen sind vielfach ausgezeichnet worden. Für das Label Naxos hat er mit dem Geiger Andrei Bielov alle Sonaten für Violine und Klavier von Prokofjev aufgenommen. Das japanische Label Tri-M Classic hat seine Einspielungen von «Romantischen Etüden» mit Werken von Schumann, Chopin, Liszt und Skrjabin herausgegeben. Bei Orfeo in Deutschland erschienen die drei Klaviersonaten von Chopin, welche von der Kritik (le Monde de la Musique, Classica) besonders gelobt wurden. Caro Mitis, Russland, hat seine Einspielung aller Klaviersonaten von Alfred Schnittke herausgegeben, die in Deutschland mit dem «Preis der Deutschen Schallplattenkritik», in Frankreich mit dem «R10 des Magazins Classica Repertoire» und mit einem großartigen Artikel im «Gramophone» Magazin ausgezeichnet wurden. Es sind die drei ersten CDs seiner Gesamteinspielung aller 32 Sonaten Ludwig van Beethovens bei Caros Mitis in Russland erschienen, die ebenfalls hervorragende Kritiken von der Presse erhalten haben.

Ab dem SS 2008 war Igor Tchetuev Lehrbeauftragter im Fach Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und arbeitete auch als Assistent in der Klasse von Prof. Krainev.

Seit April 2012 unterrichtet Igor Tchetuev als Vertretungsprofessor an der HMTMH.

Conrad Suske

Geboren 1958 in Leipzig. 1971 - 1981 Studien an den Musikhochschulen "Hanns Eisler" Berlin und "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig. In Leipzig erfolgte das Studium in den Fächern Violine und der Meisterklasse Kammermusik bei Professor Gerhard Bosse. 1981 wurde Suske Mitglied des Gewandhausorchesters Leipzig, das ihn 1984 in die Position des stellvertretenden 1.Konzertmeisters berief. Umfangreiche Tätigkeit im Duo mit verschiedenen deutschen Pianisten. Seit 1993 Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele. 1989 wurde er Mitglied des Gewandhaus - Quartetts, mit dem CD-Produktionen (zuletzt die komplette Einspielung der Streichquartette L.v.Beethovens, die mit dem "Preis der deutschen Schallplatten - Kritik 2004" ausgezeichnet wurde), sowie Konzerttourneen zu den international renommierten Musikfestivals und Konzerthäusern in Europa, Japan, Nord- und Südamerika breiten Raum einnehmen.

Olaf Hallmann

…erhielt mit 7 Jahren ersten Violinunterricht an der Leipziger Musikschule .Mit Beginn des Studiums bei seinem Vater Prof. Dietmar Hallmann an der Hochschule für Musik „Felix Mendelsohn Bartholdy“ wechselt er zur Viola. Kammermusik studierte er in der Meisterklasse bei Prof. Gerhard Bosse. Nach Abschluss des Studiums 1981 erhielt er ein Engagement im Gewandhausorchester Leipzig, 1990 wurde er Solobratscher in diesem Orchester. Seit 2006 ist er Mitglied des Gewandhaus-Quartetts.

Jürnjakob Timm

...erster Solocellist des Gewandhausorchesters und Mitglied des Gewandhaus-Quartetts, studierte in Leipzig. Während des Studiums und der künstlerischen Aspirantur wurde er Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe.
Neben seinen Verpflichtungen in Gewandhausorchester und Gewandhaus-Quartett trat Jürnjakob Timm als Solist mit vielen Orchestern in Deutschland, Europa, Japan, Südamerika und den USA auf. Auf zahlreichen Reisen des Gewandhausorchesters spielte er als Solist unter Kurt Masur Violoncellokonzerte der Klassik, Romantik und Moderne. Renommierte Musikfestivals wie Prager Frühling, Brahms-Festival in Granada, Schleswig-Holstein Musik Festival, Ann-Arbor-Musikwochen verpflichteten ihn für ihre Konzerte.
1988 wurde Jürnjakob Timm zum Honorarprofessor an der Musikhochschule Leipzig ernannt. Seit 1986 unterrichtet er neben seiner regelmäßigen Konzerttätigkeit auch als Gastdozent in Japan.
Neben CD-Einspielungen bekannter Konzerte von Robert Schumann, Peter Tschaikowski (Gewandhausorchester, Kurt Masur), Eugen d’Albert ( Berliner Sinfonie-Orchester, Claus Peter Flor), Beethoven (Tripelkonzert mit Peter Rösel, Christian Funke, Dresdner Philharmonie, Herbert Kegel), Joseph Haydn (C-Dur und D-Dur, Leipziger Kammerorchester, Georg Otto Moosdorf) enthält seine Diskografie auch Werke zeitgenössischer Komponisten (Günter Kochan, 2. Violoncellokonzert, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Hartmut Haenchen) sowie Kammermusik (25 CDs des Gewandhaus-Quartetts) und Sololiteratur.
1993 wurde Jürnjakob Timm als Solocellist in das Orchester der Bayreuther Festspiele berufen.
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Atos Trio

Annette von Hehn, Violine
Stefan Heinemeyer, Violoncello
Thomas Hoppe, Klavier



Das ATOS Trio wurde 2003 von der Geige- rin Annette von Hehn, dem Cellisten Stefan Heinemeyer und dem Pianisten Thomas Hop- pe gegründet. Heute ist es eines der ganz wenigen deutschen Kammermusikensembles, die weltweit die großen Konzertreihen erobern. Im Oktober 2007 wurde es mit dem 'Kalich- stein-Laredo-Robinson International Trio Award' geehrt - dem renommiertesten ameri- kanischen Preis für die Gattung Klaviertrio. Damit verbunden sind über mehrere Jahre hinweg Konzerte in den gesamten USA, u. a. auch in der New Yorker Carnegie Hall (im Fe- bruar 2010). Zudem ist das ATOS Trio ab dem Jahr 2010 in Australien und Neuseeland prä- sent. In Europa wurde das Trio für die Jahre 2010-2012 von BBC Radio 3 in das sehr ex- klusive Programm 'New Generation Artists' aufgenommen. Daraus resultieren mehrere Studioproduktionen für die BBC und zahlreiche Konzerte auf den großen Festivals wie auch in den Music Clubs ganz Großbritanniens.
Rund um den Globus wird das ATOS Trio vom Publikum mit Begeisterung und von den Kritikern mit Superlativen bedacht. The Age aus Melbourne schwärmt: "ein Ensemble im wahrsten Sinne des Wortes, bei dem auf be- wundernswerte Weise die Stimmen ver- schmelzen und das die Gabe hat, ausdrucks- starke Tiefe zu finden." Die Detroit Free Press lobt: "Drei Stimmen, ein Klang: Es ist diese absolut perfekte Einheit in Phrasierung, Klang, Gefühl und Interpretation, die Spitzen- Kammermusikensembles von anderen unter- scheidet."
Für die Musiker hat das Spiel im Klaviertrio absoluten Vorrang vor allen anderen musikali- schen Aktivitäten. Das ATOS Trio ist der Klang gewordene Anspruch, die Streichquartett- Philosophie auf das Klaviertrio zu übertragen. Ziel ist es, gemeinsam in Ausdruck und Dyna- mik an die Grenzen zu gehen und dabei keine Extreme zu scheuen. Ein warmer, homogener Trio-Klang, das differenzierte Herangehen an die verschiedenen Musikstile und -epochen, vor allem aber das künstlerische Miteinander- Kommunizieren und die vollkommene Hingabe an die Musik stehen dabei im Vordergrund. Die daraus resultierende Spielfreude und Expres- sivität bekommen die Konzertbesucher haut- nah zu spüren.
Neben Tourneen durch Europa, Südameri- ka und die USA ist das ATOS Trio Gast re- nommierter Festspiele in Deutschland wie dem
Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, Festspiele Mecklenburg- Vorpommern, Ludwigsburger Schlossfestspie- le. Hinzu kommen Auftritte bei namhaften eu- ropäischen Festivals wie City of London, Chel- tenham, Budapest Spring und Bemus Festival Belgrad. Zuletzt debütierte das ATOS Trio in renommierten Sälen wie der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam sowie beim Enescu-Festival in Bukarest. Beet- hovens Tripelkonzert führt das Ensemble au- ßerdem mit nationalen und internationalen Symphonieorchestern zusammen.
Wettbewerbserfolge und Auszeichnungen begleiteten von Anfang an den Weg des ATOS Trios, darunter der bereits erwähnte 'Kalich- stein-Laredo-Robinson International Trio Award' (USA), der Wettbewerb 'Franz Schu- bert und die Musik der Moderne' in Graz (1. Preis!) und der '5th Melbourne International Chamber Music Competition', bei dem das ATOS Trio den 1. Preis in der Sparte Klavier- trio, den 'Grand Prize' aller Wettbewerbs- Kategorien, den Publikumspreis und den 'Mu- sica-Viva-Preis' gewann. Noch nie in der Ge- schichte dieses nur alle vier Jahre ausgetra- genen Wettbewerbes hat ein Ensemble so viele Auszeichnungen auf einmal errungen.
Mehrere CD-Einspielungen dokumentieren das herausragende Wirken der musikalischen "Schatzsucher" (Spiegel online). Ihre Debüt- CD erschien 2005 bei Ars Musici mit Werken von Beethoven, Brahms und Leon Kirchner. 2008 folgte bei dem amerikanischen Label Azica eine CD mit Kompositionen von Beetho- ven, Schubert und Schumann. Zeitgleich sorg- te eine bei CPO veröffentlichte Einspielung der Klaviertrios von Heinrich von Herzogenberg für Furore. 2010 erschien bei CPO eine CD mit kammermusikalischen Werken Josef Suks, der im Frühjahr 2011 die Einspielung der Klavier- trios von Felix Mendelssohn folgte.
Im Rahmen des von dem Pianisten Lars Vogt initiierten Projektes 'Rhapsody in School' geht das ATOS Trio regelmäßig in die Schu- len, um der jüngsten Generation ein lebendi- ges Bild der klassischen Musik und ihrer Künstler zu vermitteln.
Annette von Hehn spielt auf der Ex- Neaman Stradivari, die ihr freundlicherweise von der Familie Neaman zur Verfügung gestellt wird.
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Felix Klieser

Felix Klieser, Horn und Christof Keymer, Klavier
Für sein junges Alter hat der Hornist Felix Klieser schon eine Menge erreicht: Bei „Jugend musiziert“ ist der 22-jährige Bundes- preisträger, beim „Life Award“ wurde er in der Kategorie „Kunst und Kultur“ ausgezeichnet.
Als Hornist im Bundesjugendorchester hat er zusammen mit Pop- star Sting musiziert. Seine außerordentliche Musikalität, der war- me Glanz seines Tons und die sangbare Eleganz seines Vortrages paaren sich mit einer interpretatorischen Intelligenz, die von der künstlerischen Reife Kliesers zeugt. Dabei ist der in Göttingen ge- borene Musiker kein Hornist wie jeder andere. Klieser wurde ohne Arme geboren und spielt deswegen mit dem linken Fuß, während das Instrument von einem Stativ gehalten wird. Auf diesen Um- stand möchte der sympathische Hornist jedoch nicht reduziert werden. Viel wichtiger ist ihm die Musik und das, was man über sie ausdrücken kann. Am Klavier begleitet wird Felix Klieser von Christof Keymer.
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Maria Kliegel

Maria Kliegel spielt Cello und auch Tennis, beides mit Leidenschaft, und sie weiß: in jeder disziplinierten Arbeit - im Cellospiel wie im Sport - liegt ein Quell wahrer Freude und Lebenskraft. „La Cellissima“ - der Name verselbständigte sich nach einer einmal so bezeichneten CD - verkörpert eine seltene Mischung von natürlicher Spielfreude, brillanter Technik und beseeltem Ausdruck. Ihrer Bühnenpräsenz und ihrer charismatischen Ausstrahlung kann sich niemand entziehen.

Studium und Wettbewerbe: zehnjährig begann sie das Cellospiel erst in ihrer Heimatstadt Dillenburg, studierte dann bei Prof. A. Molzahn an der Musikhochschule Frankfurt und nach dem Abitur bei Janos Starker an der Indiana University in Bloomington/USA. Erste Preise folgten beim Amerikanischen Hochschulwettbewerb in Chicago, 1975 beim Ersten Deutschen Musikwettbewerb in Bonn und 1981 1. Grand Prix im „Concours Rostropowitsch Paris“ . Rostropowitsch nahm seine Preisträgerin gleich als Solistin mit auf Tourneen durch Frankreich und nach Washington/DC.

Beim klugen Janos Starker hatte sie sich eine perfekte und hochkultivierte Technik angeeignet. Die Begegnung mit dem leidenschaftlichen Mstislav Rostropowitsch l1977 ieß sie erkennen, daß diese „Hohe Kunst“ erst dann als Medium zwischen Publikum und Interpret glutvoll wird, wenn er bereit ist, bedingungslos sein Innerstes nach außen zu kehren.

... Zu den heimlichen ... Stars gehört die Cellistin Maria Kliegel. Sie verfügt über alle notwendigen Eigenschaften: traumhaft leichte, aber nicht perfektionistisch erstarrte Technik, hinreißende Intensität, glamouröse und trotzdem gewinnend lockere Ausstrahlung.... So machte sie mit Piazzollas „La Grand Tango“ Furore, mit sinnlichen Schluchzern und spürbaren Rhythmen auf der Tangowelle surfend .... (Der Tagesspiegel, Berlin)

Seitdem gehört Maria Kliegel auf dem internationalen Konzertpodium wie in Funk und Fernsehen zu den faszinierendsten Cellistinnen unserer Zeit: 1992 fulminanter Start in die Tonträger-Branche mit der Aufnahme des 1. Cellokonzerts von Alfred Schnittke - der Komponist nannte sie seine Referenzinterpretation, das Magazin FonoForum wählte sie zur „CD des Monats“.

... Bekenntnismusik, überwältigend dargeboten: klangrauschend, glühend intensiv, hochdifferenziert. ... Maria Kliegel leistet jeweils totale Werkidentifikation und profiliert sich als deutsche Cellistin von Weltklasseformat. ... (CD-Klassikführer)

Beim Label Naxos hat sie auf schon weit mehr als 30 CDs das gesamte Standardwerk der Celloliteratur eingespielt. Das beginnt mit Dvoraks Cellokonzert.

... Her marvelous Dvorak Concerto is full of the most poignant but tasteful touches. The first thing that struck me is the incredible vocal quality of her playing. And the closest I can come to describing is the voice of Maria Callas. Like Callas (in her best years) Kliegel’s playing possesses a huge expressive range, a palpably dramatic quality that can, seemingly, communicate any emotion. She can even, like Callas and the late tenor Richard Tucker, crack her “voice” at climactic moments... (The Listener, USA/Canada)

Es setzt sich fort über alle anderen Schlachtrösser der Klassik, Romantik und Moderne bis zur Gegenwart. Dazu gehört aber auch viel Unbekanntes, Amüsantes, Wertvolles und Hörenswertes, oft selbst entdeckt: weltweit immer neue enthusiastische Reaktionen bei Fachpresse und Publikum wegen ihrer überzeugenden und gültigen Interpretationen und nicht etwa wegen geschickter Künstlerpromotion des Plattenlabels.

... Kliegel has all the virtues: beautiful “singing” tone. perfect intonation, marvellous style and exquisite taste. Kliegel’s feeling for rubato sets a stunning standard of excellence and her playing is right up there at the level of today’s finest ... (In Tune, Japan)

Mit weltweit rund einer Million verkaufter Silberscheiben ist „La Cellissima“ international die Nr. 1 im Verkauf des Cellorepertoires auf CD. Dazu kommen Auszeichnungen in der internationalen Fachpresse, so für ihre Schumann- und Brahms-Aufnahmen die „Editor’s Choice“ im britischen Gramophone.

... this is, quite simply, one of the finest cello ... discs to have appeared for some time, and its virtues are reflected by the sheer quality of her playing. It certainly offers a glowingly accurate impression of Maria Kliegel’s magnificent, and frequently titanic cello playing... (Gramophone, England)

Ausgezeichnet wurden auch die Solosuiten von Bach mit dem „Supersonic Award“ im Luxemburger Pizzicato und als „CD des Monats“ im Magazin Stereo. Für die Aufnahme aller Cellowerke Kodálys und für die Bach’schen Solosuiten gab es „Grammy“-Nominierungen.

... Kliegel gelingt ein beredter Spielfluß, der es nicht nötig hat, die Rhetorik-Klischees mancher Alte-Musik-Spezialisten zu bemühen. So hat man nach dem knapp zweieinhalbstündigen Durchgang durch den gesamten Bach’schen Kosmos das Gefühl, nicht nur einen Interpreten, sondern auch einen Menschen ein wenig kennengelernt zu haben. ...(Klassik-heute)

Zeitgenössische Komponisten widmen ihr neue Werke, etwa Harald Banter, Jörg Demus oder Lera Auerbach. In ihrer glühenden Verehrung für Nelson Mandela konnte sie den Komponisten W. Kaiser-Lindemann bewegen, ihr eine „Hommage à Nelson M.“ für Cello und Schlagzeug zu schreiben. Der südafrikanische Präsident hörte von der Uraufführung des Werks in Düsseldorf und von der Erstaufführung am Heritage Day in Kapstadt; er lud die Künstlerin wenig später - ganz gegen seine sonstigen Gepflogenheiten - im November 1997 zu einem Privatkonzert in seine Residenz nach Kapstadt ein. Seit diesem unvergessenen Höhepunkt ihres Lebens versucht sie unermüdlich, mit ihrem Instrument und ihrer Musik Innenwelten von Gefühl und Empfindung anzurühren, in denen Worte versagen. Nach dieser aufwühlenden Begegnung gibt sie bis heute zahlreiche Benefizkonzerte für den Nelson Mandela Children’s Fund, aber auch für zahlreiche Hilfsprojekte in Südamerika oder für die Kinder-Krebshilfe in Deutschland. Als Dank dafür und als Anerkennung für ihr Engagement in der Jugend- und Nachwuchsarbeit verlieh ihr Ministerpräsident Clement 1999 den Verdienstorden des Landes NRW.

Seit 1986 ist die „Grande Dame des Violoncellospiels“ (Welt am Sonntag) Professorin an der Kölner Musikhochschule und gibt auch in internationalen Meisterkursen ihre instrumentaltechnischen, musikalischen und menschlichen Erfahrungen und Kenntnisse weiter. Was alles die Antipoden Starker und Rostropowitsch in ihrer Gegensätzlichkeit ihr früher vermittelten, verschmilzt in ihrer eigenen Lehrtätigkeit zu einer weiterführenden völlig neuen kreativen Einheit. Als großartige überzeugende Künstlerpersönlichkeit ist sie gefragtes Mitglied für Internationale Wettbewerbe, beim ARD Wettbewerb München, bei der Unisa Competition Pretoria, der Leonard Rose Competition Washington/DC, dem Paulo Wettbewerb Helsinki oder dem Casals Wettbewerb Kronberg.

Kammermusik bedeutet für sie seit jeher Erweiterung ihres musikalischen Horizonts. „Sie ist pure Inspiration für meine solistische Laufbahn und wirkt wie prickelnder Champagner“, sagt sie selbst. Nach diversen ad-hoc-Ensembles auf Festivals - etwa Lockenhaus oder das Risør-Festival in Norwegen mit Leif Ove Andsnes und dem Artemis-Quartett - gründete sie deshalb 2001 zusammen mit Ida Bieler (Violine) und Nina Tichman (Klavier) das Xyrion Trio, von Publikum und Fachpresse enthusiastisch gefeiert und bereits mehrfach mit dem Beaux-Arts-Trio verglichen. Es beweist seinen hohen Rang mit der Gesamtaufnahme aller Klaviertrio-Kompositionen Beethovens für Naxos. Von 2007 an wurde ihm die künstlerische Leitung des Festivals „Andernacher Musiktage auf Burg Namedy“ anvertraut.

In ihrem 2006 veröffentlichten, multimedialen Buch- und DVD- Projekt Schott Master Class – Cello: Mit Technik und Fantasie zum künstlerischen Ausdruck über Cellotechnik und „berühmt – berüchtigte“ Stellen (gespielt und analysiert) geht sie ganz neue Wege und erhielt im Jahre 2007 renommierte Preise dafür:
in Düsseldorf den Sonderpreis der Digita (beste deutsche Bildungssoftware) und in Berlin den europäischen Medienpreis Comenius EduMedia – Siegel. Die englische Version Cello-Master Class " Using Technique and Imagination to achieve Artistic Expression" ist seit Dezember 2010 im Vertrieb des Labels Naxos und weltweit erhältlich.
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Dieter Richter

Die Frage nach dem Ursprung aller Dinge lautet auch: Wie kommt das Salz ins Meer? Dieter Richter beginnt seine souverän geschriebene Kulturgeschichte bei den Schöpfungsmythen des Meeres und endet in unserer Zeit des ansteigenden Meeresspiegels. Dazwischen jede Menge Badelust, Tiefseeforschung und Mondnächte auf Capri!

Dieter Richter, geboren 1938 in Hof/Bayern, hat Germanistik, Altphilologie und Theologie studiert. Er war bis 2004 Professor für Kritische Literaturgeschichte an der Universität Bremen und ist Autor zahlreicher, in Deutschland und Italien erschienener Bücher zur europäischen Kulturgeschichte. Er lebt in Bremen und ist Ehrenbürger von Amalfi. Für sein Buch "Der Süden, Geschichte einer Himmelsrichtung" erhielt er den NDR Kultur Sachbuchpreis 2009.
Mia Guttormsson

Mia Guttormsson

Die aus Västerås in Schweden stammende Sängerin ist eine vielschichtige und kreative Musikerin. Wie für viele große skandinavische Sängerinnen typisch, interpretiert Mia die Songs mit warmer Soulstimme und klarer Intonation. Bereits mit 14 Jahren sang sie in Pianobars und Hotels in Stockholm und Västerås und ist mit ihren Songs auch heute noch im schwedischen Radio zu hören. Die mehrfache schwedische Jugendmeisterin im alpinen Abfahrtski entschied sich mit 18 Jahren, ihre ganze Energie der Musik zu widmen – zum Glück für das Publikum, denn selten erlebt man eine Sängerin, die soviel Energie und Lebensfreude ausstrahlt.
Voodoo Child

Klaus Möckelmann

Bandleader Klaus Möckelmann ist für seine stilistische Vielfalt und Gestaltungskraft bekannt. Für seinen authentischen Sound muss die legendäre Hammond B3 auch die steilste Treppe eines Jazzkellers meistern. Eine digitale Nachahmung kommt für Klaus nicht in Frage. Den Unterschied hört jeder sofort, wenn der unvergleichliche Klang der betagten Orgellady aus dem Leslie kocht. Bei Klaus dynamischer Spielweise kann es vorkommen, dass die 10 Finger seiner flinken Hände nicht mehr ausreichen - dann wird auch mal die Nase zu Hilfe genommen.
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Frank Suchland

Frank Suchland wurde 1962 in Kassel geboren, studierte Musik und Germanistik in Hannover und begann schon früh eigene Chansons und Texte zu schreiben. Er absolvierte über 800 Konzerte, Lesungen und Vorträge im gesamten Bundesgebiet, nahm mehr als 20 CDs auf, war bei zahlreichen Rundfunkanstalten zu Gast (ARD, NDR, BR, SWF, MDR, WDR etc.) und arbeitete als Komponist, Darsteller und Autor mit unterschiedlichsten Künstlern aller Genres zusammen. Im Rahmen einer Sendung des Bayerischen Rundfunks wurde er für seine Musik mit dem Förderpreis für junge Liedermacher 1990 ausgezeichnet. Die Hamburger Musikhochschule lud ihn zum »Ernst Bader-Chansonabend« ein.

1989 gründete Frank Suchland mit guten Freunden das Independent Label »ContraPunkt«, das er seit 1996 allein weiter führt. Hier betreute er als Produzent über 50 CD-Produktionen und hielt Referate und Seminare an Universitäten, Schulen und anderen Bildungszentren. Mittlerweile komponiert der Künstler vorwiegend Schauspielmusiken für verschiedene Theater in Deutschland. Insgesamt kann der 52-jährige auf 39 Inszenierungen verweisen, die teilweise von bis zu 20.000 Zuschauern besucht wurden.
Die schönsten Melodien aus seinem Bühnenwerk für Kinder sind ebenfalls auf Tonträgern zu hören und finden in vielen Radiosendungen für junge Zuhörer, aber auch in Grundschulen, Tanzateliers und jugendtherapeutischen Einrichtungen großen Anklang.
Des Weiteren veröffentlichte Frank Suchland als Autor und Herausgeber zwei Taschenbücher mit Gedichten und in einem kleineren Göttinger Literaturverlag. Er ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) und mit journalistischen oder poetischen Beiträgen in diversen Anthologien, Unterrichtsmedien und Zeitschriften vertreten. Außerdem ist er Jurymitglied des Hans-Huckebein-Preises für satirische Versdichtung und anderen literarischen Gremien.

Seit 1993 hält der ausgebildete Sprecher literarische Lesungen mit Texten internationaler Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu unterschiedlichen Themenkreisen. Derzeit existieren insgesamt 18 dieser unterhaltsamen und niveauvollen Rezitationsprogramme mit denen Frank Suchland als Erzähler vor sein Publikum tritt. Regelmäßig ist seine Stimme auf verschiedenen Kultursendern oder bei Literaturfestivals (z. B. beim »Literaturfest Niedersachsen«) zu hören. Über die originelle Darbietung von Klassikern des Genres »Gespenstergeschichten« drehte das NDR-Fernsehen 1994 einen viel beachteten Beitrag.

Im Sommer 2003 erweiterte Frank Suchland sein Unternehmen »ContraPunkt« um einen bundesweit agierenden Hörbuchverlag mit Vertrieb in Berlin.
Für den heimischen Bückeburger Kulturverein arbeitet der Bücherfreund als künstlerischer Leiter einer fortlaufenden Kleinkunstreihe mit dem Titel »Poetische Momente«. Außerdem erstellte er im Jahr 2008 einen kurzen Dokumentarfilm über die Geschichte seiner Heimatstadt und kreierte mehrere Audio-Führer zu Kulturprojekten des Landkreises.
Zwischen 2006 und 2009 produzierte Frank Suchland zudem eine regionale Hörspielreihe für Kinder, die weiterhin sehr erfolgreich ist. Dabei agierte er nicht nur als Sprecher, sondern auch als Regisseur und Komponist.

Eher selten übernimmt Frank Suchland auch Moderationen im Gala-Bereich, bspw. für den Empfang des Niedersächsischen Innenministers anlässlich des »19. Tages der Niedersachsen«, für den »Tag der Ehrenamtlichen« des Niedersächsischen Ministerpräsidenten oder für das Kinderhilfswerk UNICEF.
Voodoo Child

Mark Wetjen

Mark ist das "Kraftwerk" von Voodoo Child. Der vielseitige Drummer ist in allen musikalischen Stilen zu Hause und bringt die Songs von Voodoo Child mit bestechendem Timing und packenden Grooves auf den Punkt. Seine Leidenschaft für eigenständige Arrangements und für eine druckvolle, dynamische Spielweise, kommt in der eingespielten Band voll zur Entfaltung. Mark ist seit Gründung der Band dabei und hat sich als gefragter Live- und Studiodrummer etabliert. Unter anderem ist er aktuell in Hamburg beim Musical "Tarzan" engagiert.
Voodoo Child

Christian Gorecki

Christians kraftvoll gespielter Fender-Bass bildet das Fundament des Voodoo Sounds. Egal ob knackiger Funk, rollender Shuffle oder gefühlvolle Ballade, er ist in jeder Stilistik der zuverlässige Anker der Band. Seine lebendige und fordernde Spielweise inspiriert die Mitmusiker zu Höchstleistungen. In vielen Songs der Band sind Christians kompositorische Einfälle und Arrangementideen die raffinierte Würze. Höhepunkt eines jeden Voodoo Child Konzerts sind seine mit "dickem Daumen" gespielten Soli, die sich von einer melodischen Grundidee zu einem Bassgewitter steigern.
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Uni Big Band Bremen

Geleitet von Maximilian Suhr

Seit über 20 Jahren begeistert die Bigband der Universität ihr Publikum mit ansteckender Spielfreude. Wer bei der Uni Big Band an klassischen Bigband-Jazz denkt, liegt jedoch nur bedingt richtig. Nach und nach entwickelt sich die Band zu einer überdimensionalen Funk-Band. Inspiriert durch den früheren Bandleader Christophe Bruyère und den jetzigen Leader Maximilian Suhr bietet die Band einen mitreißenden Mix aus Funk, Soul, Blues, Jazz, Rock und Pop.

Die 20-köpfige Band zelebriert in ihrem aktuellen Programm Anleihen an Bands und Künstler wie James Brown, Tower of Power, Earth Wind & Fire und Incognito – um nur einige zu nennen.

Interessante Neuinterpretationen sowie stilvolle Eigenkompositionen aus der Feder von Maximilian Suhr runden den abwechslungsreichen Mix ab. Erleben Sie, wie die Band auf einer Reise jenseits der Normen ihren eigenen Sound erkundet. Freuen Sie sich auf Musik zum Träumen, Nachdenken und Tanzen.

2015 veröffentlichte die Unibigband Bremen ihr erstes Album welches den schlichten Namen „Done“ trägt.
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Danjulo Ishizaka

Geboren 1979 in Bonn, studierte der Deutsch-Japaner Danjulo Ishizaka von 1998 bis 2004 bei Boris Pergamenschikow an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.

Nach bereits frühen Erfolgen mit 1. Preisen beim Internationalen „Gaspar Cassado“ Wettbewerb 1998 in Spanien und dem Internationalen Lutoslawski Wettbewerb 1999 in Warschau, erhielt Danjulo Ishizaka 2001 den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Dem anknüpfend folgte im Jahre 2002 der Gewinn des Grand Prix Emanuel Feuermann der Kronberg Academy und der Universität der Künste Berlin.

Er gastiert bei bedeutenden Festivals wie dem Kronberg Cello Festival, Schleswig Holstein und Rheingau Musik Festival, Jerusalem Chamber Music Festival, Kissinger Sommer, dem Kammermusikfest Lockenhaus, BBC Proms, dem Verbier Festival, dem HongKong Arts Festival und den Osterfestspielen Salzburg. Regelmäßig konzertiert er in Europa, USA, China, Russland und Japan. Im März 2006 debütierte er in der Carnegie Hall New York.

Er konzertiert mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili, Tabea Zimmermann, Julia Fischer und Viviane Hagner und renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem NHK und dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Royal und dem London Philharmonic Orchestra, der Opéra National de Paris, der Academy of St. Martin in the Fields und den Wiener Symphonikern unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, John Axelrod, Sir Andrew Davis, Christoph Eschenbach, Lawrence Foster, Michail und Vladimir Jurowski, Sir Roger Norrington, Christoph Poppen, Mstislaw Rostropovich und Leonard Slatkin.
Eine enge Zusammenarbeit pflegte er mit Mstislav Rostropovich der das Spiel von Danjulo Ishizaka mit den Worten beschrieb: „phänomenal in seinem technischen Können, vollendet in seiner musikalischen Gestaltungskraft“.
Seine Debüt CD herausgegeben von SonyBMG wurde im Jahr 2006 von der Deutschen Phono Akademie mit dem „Echo Klassik“ ausgezeichnet.
Ende 2012 wurde er mit dem „Hideo Saito Memorial Fund Award“ ausgezeichnet, einem der bedeutendsten Musikpreise Japans.
Danjulo Ishizaka ist Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.
Danjulo Ishizaka spielte von 2004 - 2014 das Stradivari Cello „Lord Aylesford“ (1696) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von Gregor Piatigorsky und Janos Starker und wechselte Anfang 2014 auf das Stradivari Cello „Feuermann“ (1730) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von dem legendären Cellisten Emanuel Feuermann. Außerdem spielt er das von Wolfgang Schnabl erbaute Cello, welches zuvor von Boris Pergamenschikow gespielt wurde, zur Verfügung gestellt von der Kronberg Academy.
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Matthias Lingenfelder

Matthias Lingenfelder wurde 1959 geboren und erhielt mit 7 Jahren den ersten Geigenunterricht. Nach der Ausbildung bei Max Rostal und Gerard Poulet gründete er 1981 das Auryn Quartett; weitere Studien beim Guarneri und Amadeus Quartett schlossen sich an. 1982 war das Quartett bei internationalen Wettbewerben in Portsmouth und München erfolgreich. Seitdem zählt das Auryn Quartett zu den führenden Streichquartetten, mit Konzerten in der ganzen Welt, bei allen bedeutenden Festivals und mit zahlreichen CD Einspielungen, die mit verschiedenen Preisen (unter anderem dem diapason d’or) ausgezeichnet wurden.

Neben seiner Tätigkeit als Quartett Primarius trat Matthias Lingenfelder auch solistisch auf, mit verschiedenen Orchestern bzw. Klavierpartnern, war Konzertmeister im Chamber Orchestra of Europe und unterrichtete an der Kölner Musikhochschule.
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Jens Oppermann

Jens Oppermann wurde 1960 in Hamburg geboren.
Seinen ersten Violinunterricht erhielt er im Alter von 8 Jahren bei Professorin Marianne Petersen.
Schon vier Jahre später erhielt Jens Oppermann einen 1. Preis im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Weitere Preise bei „Jugend musiziert“ folgten.
Im Jahre 1974 erhielt Jens Oppermann den Förderpreis des NDR-Sinfonieorchesters und wurde Stipendiat der Oskar und Vera Ritter-Stiftung.

1975 erhielt Jens Oppermann mit seinem damaligen Streichquartett den 1. Preis im Internationalen Kammermusikwettbewerb in Colmar, und wurde Stipendiat der Eduard Söring-Stiftung. Im selben Jahr wurde er Mitglied des Bundesjugendorchesters.
Mit 16 Jahren begann er sein Studium an der Hochschule für Musik in Hamburg bei Professor Ziolkowsky, das er später bei Professor Heiberg (Lübeck) und Gerard Poulet (Paris) fortsetzte. Kammermusikunterricht erhielt er bei Professor Josef Vlach (Vlach Quartett, Prag). Im gleichen Jahr wurde Jens Oppermann Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie in der er auch die Position des Konzertmeisters innehatte.
1977 bekam er eine Stelle als Substitut an der Staatsoper in Hamburg.
1978 und 1979 wurde Jens Oppermann mit dem Dr. Körber-Preis ausgezeichnet.

1981 wurde er Mitglied des Europäischen Jugendorchesters (ECYO) und wirkte im Chamber Orchestra of Europe (COE) unter Claudio Abbado mit.
Im selben Jahr wurde Jens Oppermann Gründungsmitglied des AURYN-QUARTETTS, mit dem er nun seit fast 30 Jahren auf der ganzen Welt konzertiert.
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Stewart Eaton

Stewart Eaton wurde in Aylesbury, Großbritannien geboren. Er studierte Bratsche und Klavier in London, Florenz und Aachen. Von 1979-80 war er Solobratschist im Orchester des ‚Teatro alla Scala’ in Mailand. Seit 1981 ist Stewart Eaton Gründungsmitglied des Auryn Quartetts. Unzählige Tourneen des Auryn Quartett führten ihn unter anderem in die Wigmore Hall, London und in die Carnegie Hall, New York. Ferner tritt Stewart Eaton auch immer wieder solistisch mit zeitgenössischen Werken für Viola solo auf, zuletzt bei der EXPO 2000 in Hannover. In unterschiedlichsten Kombinationen war er Kammermusikpartner u.a. von Boris Pergamenschikow, Isabelle van Keulen, Peter Orth und dem Trio opus 8. Er spielte in zahlreichen Konzerten des Chamber Orchestra of Europe und der Academy of St.Martin-in-the-fields. Stewart Eaton ist Professor für Kammermusik an der Detmolder Musikhochschule.
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Andreas Arndt

Andreas Arndt wurde in Heidelberg geboren und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von fünf Jahren am Klavier. Mit zwölf Jahren begann er mit dem Cellospiel. Vier Jahre später war er Student an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim bei Georg Ulrich von Bülow. Es schlossen sich Studien bei Wolfgang Boettcher in Berlin und bei Johannes Goritzki in Düsseldorf an.

Andreas Arndt ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe und er war Stipendiat etlicher Stiftungen. Er wirkte mit bei Konzerten des Berliner Philharmonischen Orchesters und er war Mitglied des European Community Youth Orchestra sowie des Gürzenich-Orchesters Köln.

Von 1983-86 war er Dozent an der Freien Kunsthochschule Alfter bei Bonn. Seit 1981 ist Andreas Arndt Gründungsmitglied des Auryn Quartetts, mit welchem er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt. Nach dem Gewinn des ARD-Wettbewerbes 1982 und dem Preis der Europäischen Rundfunkanstalten zählen hierzu der CD Classic Award 1998 für die Aufnahme der Klavierquartette von Gabriel Fauré sowie der Diapason D’or für die Kompletteinspielung der Streichquartette von Franz Schubert.

Neben der weltweiten Konzerttätigkeit mit dem Auryn Quartett spielt Andreas Arndt auch immer wieder solistisch und in anderen Kammermusikformationen. Ferner ist er als Lehrer und Juror bei Meisterkursen und Wettbewerben tätig.
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Ulrich Beckerhoff

Ulrich Beckerhoff war Mitbegründer der Gruppen Jazztrack, Riot und Changes, mit denen er nahezu ganz Europa bereiste und bei fast allen großen Festivals auftrat.
Er wurde mehrfach mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Unter eigenem Namen, als Co-Leader und Solist nahm er mehr als 40 LP`s bzw. CD`s auf und trat mit zahlreichen europäischen und amerikanischen Künstlern auf: Albert Mangelsdorff, Palle Danielsson, John Scofield, Maria Joao, Charlie Mariano, Zbigniew Seifert, Adam Nussbaum und anderen.
Er war Leiter eines Trios mit John Marshall und Jasper van`t Hof sowie eines Quartetts mit John Abercrombie, Arild Andersen und John Marshall.
Er vertrat die ARD beim EBU Konzert in Barcelona und wurde als Solist von dem Gitarristen Volker Kriegel zu einer Tournee für das Goethe Institut eingeladen, die durch 11 afrikanische Staaten führte.
Er arbeitete zusammen mit dem United Jazz und Rock Ensemble, der NDR Big Band, dem Michael Gibbs Orchestra, der Manfred Schoof Big Band und dem Jazzensemble des Hessischen Rundfunks.
Er gastierte mit dem Jazzpool NRW bei der EXPO in Sevilla und mit John Taylor und Maria Pia DeVito bei der EXPO Hannover.
Er leitete Bands mit Musikern wie John Taylor, Anders Jormin, Rita Marcotulli, Matthias Nadolny, Gunnar Plümer, Jo Thönes, Michael Berger, Wolfgang Engstfeld, Maria Pia DeVito, Peter Weiss, Peter O`Mara, Bruno Castellucci, Glauco Venier und anderen.
Sein Projekt LA VOCE mit den Sängerinnen Norma Winstone, Rosani Reis, dem Sänger Giacomo di Benedetto und dem Bassisten Hartmut Kracht wurde zu vielen Konzerten und Festivals eingeladen.
Er war Gast und Solist der NuJazz Gruppe BoomBoom sowie den Sinfonieorchestern der Städte Bremen, Oldenburg, der Radiophilharmonie des NDR in Hannover und der Orchester in Nürnberg und Trier.
Er ist Bandleader der International Skoda Allstar Band.
Beckerhoff war musikalischer Berater in Weimar, 1999 Kulturhauptstadt Europas und ist künstlerischer Leiter der JAZZAHEAD, der größten Jazzmesse Europas.
Er gab Masterclasses bei Jazzworkshops in Berlin, Burghausen, Münster, Weimar, Bremen, Trier und Udine und ist Professor an der Jazzabteilung der Folkwang Universität der Künste in Essen.
Er komponiert Film-, Hörspiel- und Theater-Musiken und schreibt für verschiedene Klangkörper wie Jazzcombo, Big Band und Sinfonieorchester.
Er arbeitete mit namhaften deutschen Film-, Theater- und Hörspiel-Regisseuren wie Werner Schroeter, Rudolf Thome, Hans Kressnik und Gottfried von Einem zusammen.
Neben einem elektrisch-akustischen Trio mit dem Schlagzeuger Stefan Ulrich und dem Keyborder Michael Berger gibt Beckerhoff mit dem Obertonsänger und Multiinstrumentalisten Reinhard Schimmelpfeng Konzerte mit rein akustischer Musik, die ihre Einflüsse aus verschiedenen musikalischen Kulturen bezieht.
Im RoRoRo Jazzlexikon beschreibt Martin Kunzler Ulrich Beckerhoff als einen Musiker, der "in kurzer Zeit eine Spitzenposition im deutschen und europäischen Jazz erobert […] mit sehr eigengeprägtem, dynamisch fein differenziertem Ausdruck, dessen Reiz der Kritiker Joachim Ernst Berendt als Paarung einer typischen Sensibilität mit großer Intensität und Kraft beschreibt."
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Julian Arp

Julian Arp (*1981 in Soltau) erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren. Nach seiner langjährigen Ausbildung bei Edwin Koch studierte er zunächst bei Prof. Boris Pergamenschikow, später bei Prof. David Geringas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. 2008 schloss er sein Studium mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Gemeinsam mit seinem Duopartner Caspar Frantz (Klavier) befindet er sich derzeit in der Kammermusikklasse von Prof. Eberhard Feltz an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Darüber hinaus hat er an internationalen Meisterkursen bei György Kurtág, Bernard Greenhouse, Steven Isserlis, Lynn Harrell und Ralph Kirshbaum teilgenommen.
Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erzielte Julian Arp mehrfach 1. Bundespreise und wurde 1996 mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. 2003 erspielte er sich mit seinem Klavierpartner Caspar Frantz den 1. Preis beim Relais & Châteaux Kammermusik-Förder-Wettbewerb. Im Jahr 2006 gewann das „Duo Arp/Frantz“ den Felix Mendelssohn-Wettbewerb der Universität der Künste Berlin sowie den Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn, verbunden mit einem Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Außerdem erhielt das Duo den 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Premio Vittorio Gui 2006“ in Florenz. 2008 erschien ihre CD mit Werken von Mendelssohn-Bartholdy. Solistisch wurde Julian Arp zuletzt 2008 beim Concours de Genève mit dem Prix „Paul Streit“ ausgezeichnet.

Seit seinem Debüt 1997 mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester in Schwetzingen konzertiert Julian Arp als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland und ist bereits mit dem Georgischen Kammerorchester, den Berliner Sinfonikern und dem Radio-Sinfonieorchester Berlin aufgetreten. Außerdem gastierte er beim Rheingau Musik Festival, beim Beethovenfest Bonn, in Beauvais und in Prussia Cove. Mit Daniel Bollinger (Klarinette) und Gerhard Vielhaber (Klavier) gründete er 1997 das BOVIARTrio und war von 1999 bis 2001 Solocellist des Bundesjugendorchesters.

Als Stipendiat der Jürgen Ponto-Stiftung wurde er von 1996 bis 2001 gefördert, danach in das Evangelische Studienwerk Villigst aufgenommen. 2004 erkannte ihm die Kronberg Academy das erstmalig vergebene Boris Pergamenschikow Stipendium zu.

Seit 1996 wird Julian Arp von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert. Neben Sonderpreisen und Förderstipendien erhielt er zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten bei Stiftungskonzerten, beispielsweise 2000 und 2002 auf Schloss Bellevue, und bei Kooperationspartnern der Stiftung wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und an Bord von „MS Europa“.

Die Deutsche Stiftung Musikleben stellte Julian Arp seit 2000 ein Instrument leihweise zur Verfügung, zuletzt ein Violoncello von Giuseppe Antonio Rocca, Turin 1839, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz. Seit April 2010 spielt er ein eigens für ihn angefertigtes Violoncello von Stephan von Baehr, dessen Ankauf durch eine Patenschaft eines Mitgliedes des Stiftungsfreundeskreises unterstützt wurde.
Frank-Michael Erben

Frank-Michael Erben

...entstammt einer Leipziger Musikerfamilie und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel. Bereits als Siebenjähriger wurde er an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig aufgenommen, wo er auch sein Violinstudium bei Prof. Klaus Hertel und Prof. Gerhard Bosse abschloss. Als Solist mit dem Gewandhausorchester unter Kurt Masur, musizierte Frank-Michael Erben erstmals 1986 und wurde ein Jahr darauf, einundzwanzigjährig, zu dessen 1.Konzertmeister gewählt. Seither gastiert er regelmäßig bei namhaften deutschen Orchestern, sowie als Solist in Europa, Nord -und Südamerika. Unter Dirigenten wie Sir Neville Mariner, Kurt Masur, Herbert Blomstedt und Riccardo Chailly spielte er Violinkonzerte von Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Bruch, Tschaikowski, Sibelius aber auch Werke der virtuosen Violinliteratur von Schubert, Saint-Saens, Ravel. 2001 brachte Frank-Michael Erben das, ihm gewidmete Violinkonzert von Olav Kröger, mit dem Gewandhausorchester unter Dimitri Kitajenko zur Uraufführung. Als DVD -Aufnahme erschien das e-Moll Violinkonzert von Mendelssohn (Arthaus), als Live-CD die „Carmen-Fantasie“ von Sarasate (Polyphon), beides mit dem Gewandhausorchester unter Masur. Die Kammermusik nimmt einen besonderen Platz im Schaffen Frank-Michael Erbens ein. Nach den überaus erfolgreichen Zyklen sämtlicher Violinsonaten von Mozart und Beethoven, spielte der Künstler in der vergangenen Spielzeit gemeinsam mit dem Pianisten Bernd Glemser das Sonatenwerk Schumanns und Mendelssohns. Weitere Kammermusikpartner waren unter anderem Sabine Meyer und Yo Yo Ma.

Seit 1993 führt Frank-Michael Erben auch das traditionsreiche Gewandhaus-Quartett (gegründet 1808). Mit diesem Ensemble gastiert er in vielen Ländern Europas, in Japan, Nord- und Südamerika. Unter den zahlreichen CD Produktionen erhielt die im Dezember 2003 erschienene Gesamtaufnahme der Beethovenschen Streichquartette beim Label NCA den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Die Zeitschrift „Klassik heute“ zählt das Gewandhaus-Quartett „zu den führenden Quartett-Ensembles der Welt“.

Mit Beginn des Wintersemesters 2004 wurde Frank-Michael Erben zum Lehrbeauftragten an die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig berufen.

Neben seinen Leipziger Verpflichtungen, wirkte Frank-Michael Erben im Sommer 2007, erstmals als 1.Konzertmeister des Orchesters der Bayreuther Festspiele.

Als Dirigent arbeitete der Künstler bisher mit dem Akademischen Orchester Halle, dem Gewandhausorchester Leipzig, sowie mit dem Westsächsischen Symphonieorchester, welches Frank-Michael Erben zum neuen Chefdirigenten ab der Spielzeit 2009/2010 verpflichtete.

Mustafa Boztuey

Mustafa Boztuey ist einer der wenigen Percussionisten, die traditionelle orientalische Spielweisen zu einer zeitgenössischen, multikulturellen Ausdrucksform weiterentwickelt haben. Seine sensiblen Klangfarben und sein kraftvolles improvisationsfreundiges Spiel verleiht zahlreichen internationalen Musikprojekten unverwechselbaren Charme. Er ist mit vielen Preisen ausgezeichnet und an unzähligen CD-Produktionen beteiligt. Er arbeitet mit vielen internationalen Künstlern und Gruppen wie Sergej Starostin, Abdu Daghir, Celina Muza Anoushirvan Rohani und dem Philharmonischen Orchester Hannover sowie den Dresdener Sinfonikern zusammen. Seit 2010 spielt er in der Band der legendären türkischen Sängerin Setzen Aksu, die weltweit mehr als 50 Millionen CDs verkauft hat. Er gibt Konzerte in Europa und den USA, darunter auch in der Carnegie Hall in New York.

Joao Luis Nogueira

Joao Luis Nogueira ist Gitarrist, Sänger, Komponist und Arrangeur. Er studierte an der renommierten "Folkwang Universität der Künste", Essen, Jazzgitarre. In Brasilien, mit vielen Preisen als Gitarrist ausgezeichnet, trat er auf großen Festivals in Belo Horizonte und Belem auf. 2012 spielte und arrangierte er für das Großprojekt "Brasilien - Ruhrgebiet" der Duisburger Philharmoniker. Er nahm CD´s in Brasilien und Europa auf, in Deutschland u.a. für das renommierte Label Enja. Er arbeitet u.a. mit Musikern wie Tony Lakatos, Zelia Fonseca, Marcio Tubino und Julia Ribas zusammen.
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Aris Fioretos

Aris Fioretos, 1960 in Göteborg geboren, ist schwedischer Schriftsteller griechisch-österreichischer Herkunft. Bei Hanser erschienen Das Maß eines Fußes (Essays, 2008), Der letzte Grieche (Roman, 2011) und Die halbe Sonne (Ein Buch über einen Vater, 2013). Für seine Übersetzungen wie für sein eigenes Werk hat er zahlreiche Preise erhalten, zuletzt 2016 den Romanpreis des Schwedischen Rundfunks für Mary. Aris Fioretos lebt in Berlin und Stockholm.
 
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Christoph Ribbert

Christoph Ribbat montiert die packenden gastronomischen Erfahrungen von Küchenarbeitern und Kochgenies, Kellnerinnen und Philosophen, Feinschmeckern und Soziologinnen. Er blickt hinter die Kulissen und spannt dabei den Bogen von den ersten Pariser Gourmettempeln über den Aufstieg des Fast Food bis zu den innovativsten Köchen unserer Zeit. Doch er präsentiert nicht nur eine kosmopolitische Geschichte des Restaurants, sondern auch ein temporeiches Erzählexperiment zwischen Kulturwissenschaft und Doku-Roman.
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Hagai Shaham

Hagai Shaham begann im Alter von sechs Jahren Violine zu spielen und war der letzte Student der renommierten israelischen Professorin Ilona Feher, eine Schülerin des legendren, ungarischen Geigenvirtuosen Jen Hubay. Weiterhin erhielt er Unterricht von E. Kagan, E. Borok, A. Steinhardt und dem Guarneri Quartett. Shaham gewann zahlreiche Preise, u.a. 1990 beim ARD Wettbewerb in München und trat als Solist mit vielen berühmten Orchestern (BBC Philharmonic, Royal Philharmonic Orchestra, BBC Scottish, Sao Paulo Sinfoniker, Taipei, Singapur und Shanghai Sinfonisches Orchester, SWF Baden-Baden Symphony Orchestra und Slowakische Philharmoniker). 2006 konzertierte er unter der Leitung von Z. Mehta sowie beim 70. Jahrestag der Israelischen Philharmoniker, wo er mit dem Cellisten M.Maisky auftrat. Hagai Shaham ist als Solist sehr gefragt und tourt regelmäßig durch Europa, Nord- und Zentralamerika. Er hat Aufnahmen für Decca, Chandos, Biddulph, Naxos, Classic Talent und AVIE gemacht und nimmt regelmäßig für Hyperion auf, wo er die kompletten Werke des jüdisch-amerikanischen Komponisten Ernest Bloch und des Ungarn Jen Hubay eingespielt hat.

Shaham war Fakultätsmitglied an der Thornton School of Music USC in Los Angeles und ist derzeit Professor an der Buchmann-Metha School of Music an der Universität in tel Aviv. Mit seinen Meisterkursen in Europa und Israel lockt er viele Studenten an, des Weiteren ist er Mitbegründer der Ilona Feher Stiftung.
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Beate Weis

Beate Weis studierte in Stuttgart Geige sowie Streichquartett bei Gerhard Voss in der Melos-Quartett-Klasse. Anschließend absolvierte sie ein Konzertfachstudium bei Ernst Kovacic in Wien. 

Sie war Preisträgerin beim Bundeswettbewerb ›Jugend musiziert‹ und Mitglied des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg und des Bundesjugendorchesters sowie Stipendiatin des DAAD und der Landessammlung Streichinstrumente Baden-Württemberg. Unmittelbar nach dem Studium kam sie 1992 zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Hier ist Beate Weis auch in der Musikvermittlung sehr aktiv – im Rahmen von Orchesterprojekten wie ›Response‹, der ›Musikalischen Schnitzeljagd‹, Einführungsveranstaltungen (u.a. ›Genial‹ in Kooperation mit dem Bremer Kinder- und Jugendtheater MOKS) ebenso wie als Dozentin und Coach für Laienmusiker. Solistische Auftritte hatte sie u.a. mit dem Uni-Orchester Bremen, dem Kammerorchester Oldenburg und dem concerto armonico Freiburg. 

Darüber hinaus widmet sie sich auch intensiv der Kammermusik. Sie war Mitglied des gemeinsam mit Orchesterkollegen gegründeten ›Ensemble Lesmona‹ und sie hat eine eigene Konzertreihe in der Bremer Silbermanufaktur Koch und Bergfeld. Dabei verbindet sie die Programmgestaltung gerne mit Rezitationen.

Neben der Musik betreibt Beate Weis ihren Weinhandel ›Flaschenweise‹ mit ausgesuchten Weinen aus überwiegend biologischem Anbau.
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Marc Froncoux

Der Belgier Marc Froncoux studierte bei Edmond Baert am Brüsseler Konservatorium und an der Musikhochschule Detmold bei Prof. Andre Navarra. Er war Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, wie des Internationalen Wettbewerbs ›Premio Vittorio Gui‹ in Florenz. Nach seinem Studium erhielt er einen Lehrauftrag als Dozent in der Solistenklasse von Prof. Edmond Baert in Brüssel und spielte als Solo-Cellist an der Oper im italienischen Lucca.

Seit 1998 ist Marc Froncoux Solo-Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. In seiner norddeutschen Wahlheimat leitet er das Oldenburger Kammerorchester und engagiert sich regelmäßig in Kammermusikkursen für Laien.

Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist er international in den Konzertsälen vieler Metropolen zu Gast. In seiner Freizeit sucht Marc Froncoux Ausgleich in der Natur. Mit regelmäßigem Laufen trainiert er für seine Trecking-Touren im Himalaya. So verbindet er sportliche Aktivität mit der Suche nach innerer Ruhe.Der Belgier Marc Froncoux studierte bei Edmond Baert am Brüsseler Konservatorium und an der Musikhochschule Detmold bei Prof. Andre Navarra. Er war Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, wie des Internationalen Wettbewerbs ›Premio Vittorio Gui‹ in Florenz. Nach seinem Studium erhielt er einen Lehrauftrag als Dozent in der Solistenklasse von Prof. Edmond Baert in Brüssel und spielte als Solo-Cellist an der Oper im italienischen Lucca.

Seit 1998 ist Marc Froncoux Solo-Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. In seiner norddeutschen Wahlheimat leitet er das Oldenburger Kammerorchester und engagiert sich regelmäßig in Kammermusikkursen für Laien.

Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist er international in den Konzertsälen vieler Metropolen zu Gast. In seiner Freizeit sucht Marc Froncoux Ausgleich in der Natur. Mit regelmäßigem Laufen trainiert er für seine Trecking-Touren im Himalaya. So verbindet er sportliche Aktivität mit der Suche nach innerer Ruhe.Der Belgier Marc Froncoux studierte bei Edmond Baert am Brüsseler Konservatorium und an der Musikhochschule Detmold bei Prof. Andre Navarra. Er war Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, wie des Internationalen Wettbewerbs ›Premio Vittorio Gui‹ in Florenz. Nach seinem Studium erhielt er einen Lehrauftrag als Dozent in der Solistenklasse von Prof. Edmond Baert in Brüssel und spielte als Solo-Cellist an der Oper im italienischen Lucca.

Seit 1998 ist Marc Froncoux Solo-Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. In seiner norddeutschen Wahlheimat leitet er das Oldenburger Kammerorchester und engagiert sich regelmäßig in Kammermusikkursen für Laien.

Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist er international in den Konzertsälen vieler Metropolen zu Gast. In seiner Freizeit sucht Marc Froncoux Ausgleich in der Natur. Mit regelmäßigem Laufen trainiert er für seine Trecking-Touren im Himalaya. So verbindet er sportliche Aktivität mit der Suche nach innerer Ruhe.
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Matthias Beltinger

Sein Kontrabass-Studium absolvierte Matthias Beltinger an der Folkwang-Hochschule in Essen und an der HdK in Berlin, sowie als Stipendiat der Berliner Herbert-von-Karajan-Stiftung. Bereits als junger Student wurde er Mitglied des ›Kammerorchesters der Jungen Deutschen Philharmonie‹, welches später die Deutsche Kammerphilharmonie wurde. Er spielt viel Kammermusik in verschiedenen Ensembles des Orchesters und ist mit Mitglied bei den Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Oft wird er als Gast beim Chamber Orchestra of Europe, dem Kammerorchester Basel und dem Scottish Chamber Orchestra eingeladen. Er liebt die historische Aufführungspraxis und spielt mit seinem Barock-Kontrabass regelmäßig beim Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und Concerto Köln.

Neben seinen musikalischen Tätigkeiten hat er die Firma Resonanzio gegründet, die Akustikelemente zur Klangoptimierung von Konzertsälen, Kirchen und anderen Aufführungsorten herstellt. Ein Ergebnis davon ist die auf den ersten Blick einfache, aber bei genauem Hin-Hören (!) faszinierende Entwicklung neuer Resonanzpodien für akustische Instrumente, die den individuellen Eigenklang der Instrumente besser zur Geltung kommen lassen. Durch die Klangpodeste hören sich die Musiker selbst besser, für das Publikum ist der Klang differenzierter und besser artikuliert wahrnehmbar.Sein Kontrabass-Studium absolvierte Matthias Beltinger an der Folkwang-Hochschule in Essen und an der HdK in Berlin, sowie als Stipendiat der Berliner Herbert-von-Karajan-Stiftung. Bereits als junger Student wurde er Mitglied des ›Kammerorchesters der Jungen Deutschen Philharmonie‹, welches später die Deutsche Kammerphilharmonie wurde. Er spielt viel Kammermusik in verschiedenen Ensembles des Orchesters und ist mit Mitglied bei den Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Oft wird er als Gast beim Chamber Orchestra of Europe, dem Kammerorchester Basel und dem Scottish Chamber Orchestra eingeladen. Er liebt die historische Aufführungspraxis und spielt mit seinem Barock-Kontrabass regelmäßig beim Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und Concerto Köln.
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Mariko Hara

Mariko Hara wurde 1984 in Tokio geboren, wo sie im Alter von fünf Jahren ersten Geigenunterricht an der Toho Musikschule erhielt. 2005 wechselte Mariko zur Viola, nachdem sie die Bratscherin Nobuko Imai kennenlernte. Bei ihr sowie bei Antoine Tamestit und Steven Isserlis vervollkommnete sie ihre Ausbildung.  Im Alter von 16 debütierte Mariko Hara als Solistin mit Tschaikowskys Violinkonzert mit dem Japan Philharmonic Orchestra. Mittlerweile konzertierte sie als Solistin unter anderem mit den Duisburger Philharmonikern, Georgian Sinfonietta, der Deutschen Kammer Akademie, dem Symphonieorchester Tunis und den Georgischen Philharmonikern. Konzertabende gab sie in renommierten Konzertsälen in Japan, UK, Deutschland, Holland, der Schweiz, Finland, Estland, Italien, Portugal, Georgien, Tunesien, Taiwan, Vietnam und den USA. Sie erhielt Einladungen von internationalen Musikfestivals wie zum Beispiel Verbier, Kuhmo, IMS Prussia Cove, Luzern oder Tiroler Festspiele Erl.

Mariko Hara ist eine begeisterte Kammermusikerin und musizierte u.a. mit Steven Isserlis, Pavel Vernikov, Arto Noras, Christian Tezlaff, Elisabeth Leonskaja oder dem Tokyo Quartett. Von 2004 bis 2010 war sie Mitglied des Jupiter Quartet Japan. Ein Dokumentarfilm des Japanischen Fernsehens, in der das Quartett drei Jahre lang bei seinen Aktivitäten begleitete, gewann den renommierten „Galaxy Award“ in Japan.

Mariko Hara erhielt verschieden Stipendien und Förderungen, so zum Beispiel von der „Hugo de Senger Foundation“, der „Rohm Musik Foundation“, der „Mozart Gesellschaft in Dortmund“ und der „Dr. Carl Doerken Stiftung“. Im März 2013 erschien Mariko Haras Debüt-SACD „Fantasie“ beim Label ARS Produktion. Zahlreiche Rundfunkanstalten stellten diese Aufnahme vor und erhielten begeisterte Kommentare. Die internationale Fachpresse überschlug sich mit Superlativen, wie zum Beispiel im deutschsprachigen Raum: „Brilliante Bratsche: Egal, ob Schumann, Brahms oder Hindemith, alles, da: Emotionen, Klangfarben, Wille zu Ausdruck und Gestaltung“ schrieb beispielsweise das Schweizer Magazin „Musik & Theater“ . „Absolut bemerkenswert!“, resümmierte die Wiener Zeitung,  und die Zeitschrift AUDIO veröffentlichte eine hervorragende Rezension mit den Worten: „Mariko Hara: ein vielversprechendes Talent“. Sie gab 14 Konzerte für die Serie „Best of NRW“ (2014/15).

Mariko Hara ist eine begeisterte Kammermusikerin und musizierte u.a. mit Steven Isserlis, Pavel Vernikov, Arto Noras, Christian Tezlaff, Elisabeth Leonskaja oder dem Tokyo Quartett. Von 2004 bis 2010 war sie Mitglied des Jupiter Quartet Japan. Ein Dokumentarfilm des Japanischen Fernsehens, in der das Quartett drei Jahre lang bei seinen Aktivitäten begleitete, gewann den renommierten „Galaxy Award“ in Japan.

Mariko Hara erhielt verschieden Stipendien und Förderungen, so zum Beispiel von der „Hugo de Senger Foundation“, der „Rohm Musik Foundation“, der „Mozart Gesellschaft in Dortmund“ und der „Dr. Carl Doerken Stiftung“. Im März 2013 erschien Mariko Haras Debüt-SACD „Fantasie“ beim Label ARS Produktion. Zahlreiche Rundfunkanstalten stellten diese Aufnahme vor und erhielten begeisterte Kommentare. Die internationale Fachpresse überschlug sich mit Superlativen, wie zum Beispiel im deutschsprachigen Raum: „Brilliante Bratsche: Egal, ob Schumann, Brahms oder Hindemith, alles, da: Emotionen, Klangfarben, Wille zu Ausdruck und Gestaltung“ schrieb beispielsweise das Schweizer Magazin „Musik & Theater“ . „Absolut bemerkenswert!“, resümmierte die Wiener Zeitung,  und die Zeitschrift AUDIO veröffentlichte eine hervorragende Rezension mit den Worten: „Mariko Hara: ein vielversprechendes Talent“.  Sie gab 14 Konzerte für die Serie „Best of NRW“ (2014/15).
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Michael Wollny

Michael Wollny, geboren 1978 in Schweinfurt, international erfolgreicher Jazz-Pianist, Musik-Erfinder, Querdenker, Sympathieträger. So wie er spielt niemand Klavier. Das Unberechenbare, die Suche nach dem bisher Ungehörten, der Mut, sich dem Moment hinzuge- ben, das Unvorhergesehene selbstverständlich klingen zu lassen und sich dabei selbst klanglich wie kompositorisch immer neu zu erfinden, darum geht es bei Wollny. Das macht ihn zu einem „vollkommenen Klaviermeister“ (FAZ).

Für sein Solo-Debüt zieht er sich im Sommer 2006 einen Monat lang auf die Insel Gotland zurück, hört dort Schubert, Steve Reich, Bjork und Joachim Kuhn. Dann tritt er bei der JazzBaltica erstmals allein am Flügel auf - und Ende Februar 2007 erscheint sein Soloalbum „Hexentanz“, für das er den „Disque d'emoi“ Jahrespreis 2007 des französischen Jazz Magazine erhielt. Seither kann man Michael Wollny immer wieder bei Solokonzerten erleben. Und jedes Mal sind es grandiose Momente der Wahrheit.
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Andreas Hofmeir

Andreas Martin Hofmeir
Als „Instrumentalist des Jahres“ zeichnete ihn die Jury des ECHO Klassik 2013 aus und vergibt damit einen der wichtigsten Musikpreise Europas erstmals an einen Tubisten.
Andreas Martin Hofmeir, einer der besten und vielseitigsten Instrumentalisten der Gegenwart, ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Genres: Der 37-Jährige ist Professor am Mozarteum Salzburg, war Gründungsmitglied und Tubist der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda und erhielt sowohl als Kabarettist (u.a. Passauer ScharfrichterBeil) als auch als klassischer Tubist (u.a. ECHO Klassik und Preis des Deutschen Musikwettbewerbs) zahlreiche Auszeichnungen. Er ist Autor und Showmaster, gefragter Solist und Kammermusiker und gibt weltweit Meisterkurse und Workshops.

1978 in München geboren, fand er über Klavier, Schlagzeug und Tenorhorn mit zwölf Jahren zur Tuba. Nach dem Unterricht bei Robert Tucci (Bayerische Staatsoper) studierte er in Berlin (Dietrich Unkrodt), Stockholm (Michael Lind) und Hannover (Jens Björn-Larsen). 2004 gewann er den renommierten internationalen Tubawettbewerb „Città di Porcia“ in Pordenone (Italien), im folgenden Jahr – als erster Tubist in der Geschichte des Wettbewerbs – den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2005 in Berlin. Er war Stipendiat der Orchesterakademien der Berliner und der Münchner Philharmoniker und spielte weiters mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern und dem Bayerischen Staatsorchester. Von 2004 bis 2008 war er Solotubist im Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies.

Als Solist konzertierte er u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, der NDR Radiophilharmonie, dem Bruckner Orchester Linz, dem Orchester des Nationaltheaters Mannheim, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Neubrandenburger Philharmonie und der Jungen Philharmonie Salzburg.

Mit dem Harfenisten Andreas Mildner gründete er das erste Tuba-Harfen-Duo weltweit und trat bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Festival Mitte Europa, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Internationalen Harfenfestival in Rio de Janeiro auf. Als Kammermusiker spielte er außerdem mit dem Sharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker, mit den Blechbläserquintetten der Münchner Philharmoniker und der Bamberger Symphoniker und mit dem Ensemble Heavy Tuba.

Neben seiner Tätigkeit als klassischer Musiker steht Hofmeir seit siebzehn Jahren auch als Kabarettist auf der Bühne. Er spielte und schrieb die Texte für Programme des Musikkabaretts Star Fours und des Wortkabarett-Ensembles Die Qualkommission, mit dem er u.a. beim Passauer ScharfrichterBeil ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Roman Deininger schrieb und inszenierte er im April 2008 den Kabarettabend „Der Ball ist wund“ am Landestheater Linz. Seit 2013 tourt er mit seinen musikalisch-kabarettistischen Lesungen „Kein Aufwand!“ und „Kein Aufwand! Teil 2 – Die letzten Jahre“. Beide Teile erscheinen im Februar 2016 als Buch bei btb/Random House und als Hörbuch beim Hörverlag.

Seit Herbst 2014 moderiert Andreas Martin Hofmeir seine eigene Kleinkunstshow “Wer dablost’s?”, in der Künstler verschiedener Genres (Kabarett, Singer/Songwriter, Comedy, Zauberei) auftreten und ihr Glück auf der übelriechenden Tuba-Antiquität Rosalinde versuchen müssen. Hochkaräter wie Hans Well, Matthias Egersdörfer, Markus H. Rosenmüller und Michael Altinger waren schon zu Gast.
Mit der bayerischen Kult-Band LaBrassBanda, in der er seit ihrer Gründung 2007 bis 2013 als Helicon-Spieler den Gegenpart zu Frontmann Stefan Dettl gab, war er „Sieger der Herzen“ beim Eurovision Song Contest und stürmte mit dem drittem Album „Europa“ (Sony) die Top 10 der deutschen Charts.

Auch als Jazzmusiker beschreitet Hofmeir neue Wege. Er ist Mitglied bei European Tuba Power und hat mit André Schwager (Klavier), Guto Brinholi (Bass) und Jay Lateef (Schlagzeug) eine Jazzband gegründet, in der die Tuba als Melodieinstrument eingesetzt wird.

Als Grenzgänger verbindet Hofmeir zunehmend Klassik, Jazz und Kabarett in außergewöhnlichen Crossover-Programmen, in denen er nicht nur als Solist, sondern auch als Moderator, Schauspieler, Kabarettist und Jazzmusiker aus der Bühne steht. 2014 führte er mit den Münchner Philharmonikern ein kabarettistisches Theaterstück mit dem Titel „Lackschuh oder Barfuß“ auf, 2015 gestaltete er das Neujahrskonzert der Bayerischen Vertretung im Konzerthaus Berlin, einen Konzertabend mit dem Titel „In der Tiefe liegt die Kraft“ in der Konzertreihe „Weltmusik“ am Theater Trier und im Rahmen des 360° Festivals der Münchner Philharmoniker den Crossover-Abend “All About That Bass” im Gasteig, jeweils mit Orchester und Jazzband sowie kabarettistischen Einlagen und stets mit großem Erfolg.
Hofmeirs Solokonzerte werden regelmäßig von verschiedenen Rundfunkstationen übertragen, u.a. von BR, NDR, SWR, Deutschlandradio Kultur, Deutschlandfunk und RAI. Mit der Deutschen Bläserphilharmonie spielte er das Tuba Concerto von Martin Ellerby auf CD ein. Seine CDs „Uraufnahmen“ mit ausschließlich Welt-Ersteinspielungen u.a. der Tubakonzerte von Duda, Näther und Roikjer (ECHO Klassik 2013) und „Why not?“ mit Werken für das Duo Tuba & Harfe sind beim Label Genuin erschienen. 2014 erschien seine Solo-CD „On the way“ mit den Münchner Philharmonikern unter Andrew Manze bei Sony Classical.

Andreas Martin Hofmeir spielt Tuben der Marke B&S.
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Tanja Becker-Bender

Tanja Becker-Bender gewann höchste Auszeichnungen bei internationalen Wettbe- werben in Genf, Tokio, Houston, Gorizia und Genua. Sie konzertiert als Solistin unter Dirigenten wie Kurt Masur, Gerd Albrecht, Lothar Zagrosek, Uriel Segal, Fabio Luisi, Hartmut Haenchen, Hubert Soudant und Ken-Ichiro Kobayashi mit Orchestern wie dem Tokyo Philharmonic Orchestra, Jerusalem Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Houston Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Konzerthausorchester Berlin und dem Wiener, dem Zürcher und dem Prager Kammerorchester sowie dem English Chamber Orchestra. Regelmäßig ist sie Gast bei internationalen Kammer-
musikfestivals.

Ihre jüngsten CD's bei Hyperion Records - Paganini 24 Capricci, Schulhoff Werke für Violine und Klavier, Reger Violinkonzert, Respighi Werke für Violine und Klavier wurden von der internationalen Fachpresse mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht (Editor's Choice, Gramophone und Classic FM, CD des Monats, BBC Music Magazine und International Record Review, Stern des Monats, Fonoforum). Ein besonderes Anliegen ist ihr die Kommunikation Komponisten unserer Zeit, die zu Zusammen-arbeit in Konzerten mit Peter Ruzicka, Cristóbal Halffter, Peteris Vasks und Michael Gielen sowie zu Uraufführungen von Alexander Goehr, Rolf Hempel und Benedict Mason führte. Für das aktuelle Jahr steht eine CD-Veröffentlichung der Hindemith-Sonaten mit Pianist Péter Nagy bevor, und neben bekanntem Repertoire sind Auf-nahmen bzw. Aufführungen der Violinkonzerte von Strauss, Busoni und Ligeti Schwerpunkte der Saison.

Tanja Becker-Bender studierte bei den führenden Quartettmusikern der Welt, bei Wilhelm Melcher (Melos Quartett) in Stuttgart, bei Günter Pichler (Alban Berg Quartett) in Wien und bei Robert Mann (Juilliard String Quartet) in New York. Wichtige Impulse erhielt sie durch Eberhard Feltz und Ferenc Rados.

Bereits 2006 erhielt sie einen Ruf als Professorin an die Hochschule für Musik Saar, seit 2009 ist sie in entsprechender Position an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg tätig.
 
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Claudia Janet Birkholz

Claudia Birkholz, geboren in Bremen, ist eine im In-und Ausland gefragte Interpretin für Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Dozentin für Klavier und zeitgenössische Musik an der Hochschule für Künste Bremen.
Sie tritt als Solistin und im Ensemble bei international bedeutenden Festivals auf, so z.B. den „Tagen für zeitgenössische Musik, Dresden“, der „Gaudeamus Musikweek“(NL), den „Bludenzer Tagen für zeitgemäße Musik“(A), dem „Ultraschallfestival Berlin“, „Wien Modern“ (A), dem „Expan-Festival“(A) etc.

An der Konzeption ihrer Programme wird klar erkenntlich, daß Claudia Birkholz sich pianistisch, künstlerisch und musikalisch in neuen Dimensionen bewegt. Sie inszeniert ihre Auftritte mit unkonventionellen Werken von KomponistInnen, die nicht selten aus dem Performance-Bereich stammen: John Cage, Karlheinz Stockhausen, Louis Andriessen etc. Freude am Experimentellen, der intellektuelle inhaltliche Anspruch, sowie die Sensibilisierung des Publikums für ungewöhnliche akustische Ereignisse in immer neuen Zusammenhängen machen ihre Konzerte zu besonderen Erlebnissen.

Der international bekannte Komponist Hans Otte bescheinigt ihr »großen Klangsinn und ganz und gar überzeugendes Gestaltungsvermögen«.

Zahlreiche Stücke sind bereits für sie geschrieben worden, u. a. von Marko Ciciliani, Donacha Dennehy, Burkhard Friedrich, Hans Joachim Hespos, Jamilia Jazylbekova, Erwin Koch-Raphael, Thomas Läubli, Hans Otte, Bruno Strobl ...
Eduard Stan

Eduard Stan

Eduard Stan, 1967 als Spross rumänischer Eltern im multikulturellen Kronstadt in Siebenbürgen geboren, wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als „Pianist mit eminentem Klangfarbensinn“ bezeichnet. Seit seiner Übersiedlung nach Deutschland im Alter von elf Jahren gastierte er in den meisten Ländern Europas und den USA. Seine Auftritte führten ihn an so renommierte Stätten wie z.B. Carnegie Hall New York, Salle Cortot Paris, Philharmonie und Konzerthaus Berlin, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus Wien, Kennedy Center Washington DC, Auditorio Nacional Madrid, Rudolfinum Prag, Konserthuset Stockholm, Bozar und Flagey Brüssel, Queen’s Hall Kopenhagen, Philharmonie Luxemburg, National Concert Hall Dublin, Musikhalle Hamburg, Gasteig München und Athenäum Bukarest. Anlässlich seines Londoner Wigmore Hall Debüts würdigte Classical Source seine Darbietung als „Klavierkunst von allerhöchster Beherrschung“.

Eduard Stan ist gern gesehener Gast bei internationalen Festspielen wie Festival Massenet, Lille Pianos und Piano à Riom in Frankreich, beim Enescu-Festival in Rumänien, beim Hohenloher Kultursommer und den Braunschweig Classix in Deutschland, dem Festival Mitte Europa in Tschechien, dem Schumann-Festival im irischen Galway und dem Bourglinster-Festival in Luxemburg. 2015 debütierte er beim Julita-Festival in Schweden. Als Solist konzertierte er mit verschiedenen Orchestern in Europa, darunter die Enescu-Philharmonie Bukarest, unter Dirigenten wie Christian Badea, Lutz Köhler, Jin Wang, Shinya Ozaki, Theo Wolters, Ovidiu Balan, Thomas Dorsch, u.a.

Zu den Höhepunkten in Eduard Stans Konzertkalender 2016 gehören Gastspiele beim Menuhin-Festival in London, bei den „Rencontres Musicales Internationales George Enescu“ in Paris, sowie verschiedene Solorezitals in Deutschland und Österreich im Vorfeld von Soloprojekten in New York im letzten Jahresdrittel. 2015 feierte er solistisch u.a. in Schweden und im Brüsseler Musikinstrumente-Museum große Erfolge. Ferner spielte er im vergangenen Jahr im Duo mit seinem Geiger Remus Azoitei das Eröffnungskonzert der Rumänischen Kulturtage in Edinburgh und ein Rezital im Mailänder Auditorium San Fedele zum Abschluss der Weltausstellung.

Besondere Momente in 2014 waren Auftritte in Kopenhagens Black Diamond, beim Festival Ceresio Estate in Lugano sowie ein vielbeachtetes Solorezital im Rahmen der Konzertreihe „Beethoven Inspires“ in Schwedens Kulturhauptstadt Umeå. In den Jahren zuvor debütierte Eduard Stan beim Sinfonieorchester des Rumänischen Rundfunks in Bukarest mit Brahms’ d-Moll-Klavierkonzert, spielte Rezitals bei der Londoner Enescu Society, im Palacio Fóz zu Lissabon, der Casa da Música in Porto, im Rahmen der Chopin-Serie in Warschau und beim Royal Piano Festival in Krakau. Im Zuge einer umfangreichen Tournee durch Israel, wo er auch eine Meisterklasse abhielt, spielte er u.a. in Jerusalem und Haifa. Kammermusikalisch war er u.a. in der Accademia Santa Cecilia in Rom, im Teatro La Fenice Venedig und in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu hören.

Als vielseitiger Musiker ist Eduard Stan ein geschätzter Kammermusikpartner, dem die Zeitschrift The Strad ein „feines Gefühl des Sich-Zurücknehmens und ein instinktives Gespür für Klangbalance“ attestiert. So verbindet ihn seit 1998 eine künstlerische Duo-Partnerschaft mit dem Geiger Remus Azoitei. Zu seinen weiteren Musizierpartnern gehören u.a. die Geigerin Nina Karmon, der Cellist Romain Garioud, der Klarinettist Johannes Peitz, die Bratschistin Aida-Carmen Soanea sowie die Streichquartette Voces, Ad Libitum und Con Tempo. Als gefragter Liedbegleiter konzertiert er ferner an der Seite so namhafter Sänger wie Peter Schöne, Rodion Pogossov, Britta Stallmeister oder Johannes Gaubitz. Bei Genuin erschien 2012 eine CD mit Liedern des Komponisten Justus Hermann Wetzel, die er gemeinsam mit dem Bariton Peter Schöne aufgenommen hat.

Für Hänssler Classic hat Eduard Stan Solo-CDs mit Musik von Bach, Schubert, Chopin, Liszt, Fauré, Ravel und Debussy eingespielt, die hervorragende Kritiken erhielten. In Weltersteinspielung erschien bei diesem Label 2007/08 das Gesamtwerk von George Enescu für Violine und Klavier auf 2 CDs, zusammen mit seinem Landsmann Remus Azoitei. Das Projekt erntete vielfach Lobeshymnen und gilt weltweit als Referenzeinspielung dieses Repertoires. 2010 veröffentlichte Thorofon eine Chopin-CD, die einen Kritiker veranlasste zu schreiben: „Nur selten wurde mir in Vergangenheit ein vergleichbarer Hörgenuss mittels einer CD beschieden, die ganz offensichtlich in einer so begnadeten Gemütsverfassung eingespielt wurde und mir zugleich Erinnerungen an so manche Aufnahme großer Meister weckte... Dies sind Interpretationen, die mich vielfach an den Seelenzustand eines Pianisten-Vorgängers vom Schlage Wilhelm Kempffs erinnern.“ (Victor Eskenazy)
Seinen pianistischen Feinschliff erhielt Eduard Stan bei Arie Vardi, Karl-Heinz Kämmerling und Martin Dörrie an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er sein Konzertexamen absolvierte. Wichtige künstlerische Impulse verdankt er Persönlichkeiten wie Herbert Blomstedt, Matthias Goerne, Paul Badura-Skoda, Karl Engel und Boris Berman. Eduard Stan lehrte mehrere Jahre an der Musikhochschule Lübeck und war Initiator und künstlerischer Leiter des Enescu-Festivals Heidelberg / Mannheim 2005. Für seine Verdienste um die Verbreitung rumänischer Kultur im Ausland wurde er 2009 wurde mit dem wichtigen Prometheus-Kulturpreis seines Heimatlandes ausgezeichnet.
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Paddy Corn Trio

Paddy Korn (Gitarre / Gesang):

In Hamburg beheimatet ist Paddy Korn neben seinen Konzerten und Tourneen in der gesamten Bundesrepublik auch bei international renommierten Festivals ein gern gehört- und gesehener Gast. Er trat unter anderem bei den Guitar Heroes Festivals in Lübeck und Joldelund auf und konnte in verschiedenen legendären Etablissements - unter anderem im New Yorker "Manny's Car Wash" oder dem „Pioneer's Club“ des Gitarristen Robert Lee "Smokey" Wilson in Los Angeles - seine gesammelten Erfahrungen zum Besten geben. Korn's Vita beinhaltet Konzerte und Studioaufnahmen mit Blueslegenden wie Louisiana Red, Honeyboy Edwards oder Smokey Wilson. Mit seinem neuesten, in New York produzierten und aufgenommenen Album “Something Real - The Lower East Side Sessions” ist ihm die Symbiose aus charmantem Bluesgitarrenspiel und Großstadt-Soul-Sound gelungen und das Album stellt sein Können mehr als eindrucksvoll unter Beweis. Weltstars wie der legendäre Saxophonist Pee Wee Ellis - u.a. Musical Director bei dem Godfather of Soul James Brown und Saxophonist für Van Morrison - und Sängerin Stephanie Mc Kay - u.a. für Roy Hargrove oder den Brooklyn Funk Essentials tätig - ließen sich nicht zweimal bitten, auf diesem Werk mitzuwirken.
 
 
Martin Drees (E-Bass)

Bassist Martin Drees hatte dank seiner Mutter - eine Tänzerin - bereits in früher Kindheit seine ersten Berührungen mit Musik. Den E-Bass begann Drees jedoch erst im Alter von 19 Jahren zu spielen. Seine anhaltende Faszination für die Musik und den Bass führte ihn an das international renommierte Konservatorium in Hilversum (NL), wo er Musik studierte und seine unikate Art und Weise den Bass zu bespielen nicht lange blos ein Geheimtipp blieb. In seiner musikalischen Laufbahn arbeitete er mit bekannten Größen der internationalen Musikszene und illustre Künstler wie RAD, Bobby Bird, Pee Wee Ellis, Fred Wesley, Nneka, Ciwan Haco, Eddie Bo, The Soulsociety feat. Roy Ayers, Roger Cicero und viele andere Künstler gehörten und gehören zu seinen Arbeitgebern. Mit Musikern aus unterschiedlichsten Kulturkreisen bereiste Drees auf zahlreichen Tourneen die halbe, vielleicht auch die ganze Welt - von großen Städten bis in die entlegensten Winkel dieser Erde, seine Liste bereister Länder ist mehr als eindrucksvoll.
 

Maximilian Suhr (Schlagzeug):
 
Schlagzeuger und Percussionist Maximilian Suhr wurde 1989 in Bremen geboren. Auch seine Passion für die Musik und zum Trommeln begann in jungen Jahren. In der Schulzeit sammelte er mit seinen ersten Bands Bühnen- und Studioerfahrungen, setzte einen Fuß in die örtliche Musikszene, gewann mehrfach den Solistenpreis der HfK Bremen im Rahmen von Jugend jazzt und absolvierte dort schließlich ein Jazz-Studium mit dem Hauptfach Schlagzeug. Suhr hat sich als vielseitiger Musiker in der regionalen und überregionalen Szene etabliert und arbeitet mit zahlreichen Künstlern. Dazu zählen neben Paddy Korn unter anderem André Rabini, Till Simon und Chris Quinn (UK), ebenso wie seine eigenen Bands Ground Green, Checkin' Up und Fred & Maxi. Als Sideman und Studiomusiker ist Suhr in weiteren Projekten beschäftigt, hat auf diversen Tonträgern mitgewirkt und tourt kontinuierlich durch's Land. International spielte er unter anderem Konzerte in Tunesien, Spanien, Griechenland, Frankreich und Großbritannien. Seit 2010 hat er einen Lehrauftrag an der Universität Bremen für die musikalische Leitung der Bigband und arbeitet als Komponist aktuell an seinem ersten Solo-Album.


Zitate & Kommentare:

Der renommierte Produzent Götz Bühler ( Motema Records / Soulciety ) schreibt über "Something Real - The Lower East Side Sessions" (Paddy Korn / Stavenhagen Music):
 
„Groove ist eine universelle Sprache. Das beweist der Gitarrist und Sänger Paddy Korn aus Hamburg mit dieser umwerfenden Doppel-LP – produziert von Brian Bacchus (Ronny Jordan u.v.m.) und eingespielt mit Helden wie JB-Hornist Pee Wee Ellis oder Soul-Diva Stephanie McKay. Wer beim Titelstück nicht dahin schmilzt hat ein Herz aus Stahl - mindestens. Wer bei den übrigen Killer-Grooves kein Tanzfieber bekommt, sollte kurz im Spiegel checken ob da nicht vielleicht doch ein Stock aus seiner Rückseite ragt. Wie der Produzent schon schreibt: GET UP! Pop this one on the platter, grab a partner and start moving!”
 
"... the main thing I have to say is.... Everything Paddy and the band did was funky!!!!!!" - Brian Mitchell
"...I (first) listened to the second track "Something Real" and was very pleased with what I heard. First I was quite surprised that we actually got that done in such a short time. It was so sultry then funky and at the same time quite gentle and sweet... Great track, and it just kept on going, and I kept on enjoying it... I really like this one... I feel you have something very special here, I hope it gets the attention it deserves...." - Pee Wee Ellis
 
"Paddy my man, it was a blast playing the funky blues with you. You are one killer musician! The tracks we made are the like the funky love bomb! I hope there will be many gigs to come 'cause I'm ready! Your 'Boogie Down Bronx' brother fa' real! Headcrack!" - Alfredo 'Catfish' Alias
 
"Thanks... for having me be a part of this very enjoyable project. Best wishes..." - Zev Katz
 
"It was such a blast working with Paddy & everyone on the album. I was having so much fun, I wanted to keep going, I didn't want it to end." - Fred Walcott
 
Paddy Korn im Internet:
- www.paddykorn.de -
 
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Claudio Bohórquez

Der in Deutschland geborene Cellist peruanisch-uruguayischer Abstammung zählt zu den gefragtesten Musikern seines Instrumentes.Als Schüler von Boris Pergamenschikow war Claudio Bohórquez schon früh bei internationalen Wettbewerben wie dem Tschaikowsky-Jugendwettbewerb in Moskau oder dem Rostropowitsch-Wettbewerb in Paris erfolgreich. Dies gipfelte im Jahr 2000 mit dem Gewinn beim erstmals ausgetragenen Internationalen Pablo-Casals-Wettbewerb der Kronberg Academy: Neben dem Grand Prix und dem Sonderpreis für die beste Kammermusikinterpretation erhielt Claudio Bohórquez aus der Hand von Marta Casals Istomin das Goffriller-Cello von Pablo Casals als zweijährige Leihgabe. Beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf errang er zudem den 1. Preis, der den Beginn seiner Karriere als Solist markierte. Inzwischen unterrichtet Claudio Bohórquez selbst: seit 2003 als Gastprofessor an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Zum Wintersemester 2011 wurde er auf eine Professur an die Musikhochschule Stuttgart berufen.
 
Claudio Bohórquez trat mit fast allen deutschen Rundfunkorchestern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Wiener Symphonikern, dem Collegium Musicum Basel, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre de Toulouse, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Academy of St. Martin in the Fields, der Tschechischen Philharmonie, dem Russischen Nationalorchester und den Warschauer Philharmonikern auf. In Japan konzertiert er mit dem NHK Symphony Orchestra und mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra. In den USA gab Claudio Bohórquez zuletzt Konzerte mit Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Detroit Symphony, Los Angeles Philharmonic, National Symphony und dem Philadelphia Orchestra.
 
Zu den namhaften Dirigenten, mit denen Claudio Bohórquez bisher arbeitete und auftrat, zählen Daniel Barenboim, Rafael Frühbeck de Burgos, Jonathan Darlington, Thomas Dausgaard, Christoph Eschenbach, Hans Graf, Ruben Gazarian, Manfred Honeck, Yakov Kreizberg, Sir Neville Marriner, Eiji Oue, Krzysztof Penderecki, Leonard Slatkin, Tugan Sokhiev, Lothar Zagrosek und David Zinman.
Claudio Bohórquez ist bei zahlreichen Festivals zu Gast, darunter das Festival Casals in Puerto Rico, City of London Festival,  Penderecki-Festival in Warschau oder auch Jerusalem International Chamber Music Festival. In den USA war er u. a. beim Tanglewood, Ravinia und Aspen Festival sowie beim Hollywood Bowl zu erleben. Er nahm am Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich und an Gidon Kremers Festival "Les Musiques" in Basel teil. Dass er ein Meister der Kammermusik ist, konnte Claudio Bohórquez auch an anderer Stellen beweisen: mit Jörg Widmann und Katia Skanavi gab er in Madrid und Bilbao Konzerte und musizierte gemeinsam mit Viviane Hagner und Jonathan Gilad im Rahmen des Beethoven Marathons am Konzerthaus Berlin Beethoven Klaviertrios.
Die vergangene Saison führte den Künstler mehrfach in die USA, u.a. zu Konzerten mit dem National Symphony Orchestra unter Christoph Eschenbach in Washington und dem Los Angeles Philharmonic unter Charles Dutoit. Als Ergänzung dazu gab es Konzerte in Finnland mit der Kymi Sinfonietta unter Andreas Delfs oder in Warschau mit der Sinfonia Varsovia unter Krzysztof Urbanski anlässlich Pendereckis 80.Geburtstag. 2015/16 bringt zwei Japan-Gastspiele: eine Tournee mit dem NHK Symphony Orchestra sowie Trioabende mit Daishin Kashimoto, Violine und Yu Kosuge, Klavier.
Neben zahlreichen CD-Einspielungen, Rundfunkaufnahmen und Fernsehauftritten wirkte Claudio Bohórquez als Interpret für den Soundtrack von Paul Englishby zum Film "Ten Minutes Older – The Cello" mit, der weltweit in den Kinos zu sehen war.
Gemeinsam mit dem Maler Klaus-Peter Kirchner entwickelte Claudio Bohórquez das Installations-Projekt "Raum für Pablo Casals" als Hommage an diesen großen Cellisten.
Claudio Bohórquez spielt ein Violoncello von G. B. Rogeri, das ihm von der Landeskreditbank Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird.