8. März 2019 - 26. Mai 2019 | 10:00 Uhr - 18:00 Uhr | Sonderausstellung

Menno Fahl. Form.Farbe.Raum

Zwischen Figuration und Abstraktion

„Was sich mit Worten nicht suchen lässt, wird sich in Gedanken kaum finden lassen“ (Menno Fahl)
 
Malerisches und Skulpturales. Das Werk des Berliner Künstrlers Menno Fahl steht ganz im Zeichen der Verwandlung. Dem ersten, flüchtigen Blick präsentieren sich Fahls Arbeiten als suggestive Abstraktionen, doch sogleich formen sich vor dem inneren Auge durchaus Reminiszenzen an die Wirklichkeit. Menno Fahls farbenfrohe und ausdrucksstarke Figurationen bewegen sich in Zwischenwelten, welche mit überraschenden Formfindungen die Grenzbereiche zwischen Phantasie und Realität ausloten.
Als ehemaliger Meisterschüler des Bildhauers Lothar Fischer, Mitbegründer der Gruppe Spur, zeigt sich Fahl ganz dem Erbe seines Lehrers sowie einer Kunst verpflichtet, die vom Trieb beseelt ist, Welten und Figuren parallel zur real existierenden Welt und Natur aufzubauen. Verspielte Kunstfiguren, denen ein wenig die Unschuld des Kindes anhaftet. Das Entdecken archaischer Urkräfte, die spielerische Erkundung freier Formmöglichkeiten, und die Umsetzung traumartiger Vorstellungen bilden sein Anliegen und geben ihm Anlass für Malerisches und Skulpturales. Verleimt, verdrahtet und verschraubt und immer gepaart mit einem Anflug von Humor entstehen aus einem reichen Fundus an Fundstücken aus dem Alltag, sowie aus Holz, Pappe, Papier, Draht — und Farbe magisch-poetische Skulpturen, Assemblagen, Materialdrucke, Radierungen, Monotypien, Materialbilder und Malereien; tektonische Körperlandschaften und Menschenbilder, die sich ebenso im zwei- wie auch im dreidimensionalen Raum behaupten.
 
„Aus dem Hintergrund der Malerei übernimmt er die Figur als Thema für den konkreten Raum, jedoch nicht als Zweck einer Darstellung, sondern als Ergebnis, das beim Spiel mit Form und Farbe entsteht. Dieser Farbe-Plastik-Dialog ist eine in der Gegenwart erstaunlich selten aufgenommene Problemstellung, denn sie wurzelt logisch in der Tradition der Europäischen Moderne dieses Jahrhunderts.“ (Lothar Fischer, 1995)

​Menno Fahl führt als Maler und Bildhauer bewusst Entwicklungen weiter, die in der Skulpto-Malerei des frühen 20. Jahrhunderts mit Arbeiten von Pablo Picasso, Henri Laurens oder Alexander Archipenko ihren Anfang nahmen. Art brut, Asger Jorn, die Gruppe Cobra sowie die Gruppe Spur rufen sich u.a. angesichts seiner Werke in Erinnerung. 
 
Kränholm präsentiert eine Auswahl an Skulpturen, Assemblagen, Materialbildern, Malereien und Druckgraphiken aus dem Besitz des Künstlers. Ausgewählt wurden Arbeiten in denen besonders auch graphische Momente im Vordergrund stehen.

Ausstellungseröffnung mit Menno Fahl am 7. März 2019, 19 Uhr im Kunstcafé/Galerie
Klangvoll begleitet durch das Trio Concertini werden der Künstler Menno Fahl und die Kuartorin Inga Harenborg in einem Gespräch in seine Kunst einführen.

Wir freuen uns sehr Sie und Ihre Freunde an diesem Abend bei einem Glas Sekt, kleinen kulinarischen Leckereien sowie ebenso spannender wie überraschender Kunst, auf Kränholm begrüßen zu dürfen. 

Die Ausstellung wird bis zum 26. Mai 2019 auf Kränholm zu sehen sein. Öffnungszeiten: Mi-So 10-18 Uhr und nach Vereinbarung.

 

Biographisches 
 
1967 in Hannover geboren studiert Menno Fahl zunächst Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Peter Nagel. Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von Farbe und Raum führt ihn 1993 zu dem weiteren Studium der Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin bei Lothar Fischer. Dieses schließt er 1997 als Meisterschüler ab.
 
Menno Fahl ist seit 1997freischaffender Künstler tätig. Von 1997 bis 2005 erhielt er einen Lehrauftrag für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel sowie namenhafte Preise und Stipendien.
 
Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Seit 1989 präsentiert er auf nationaler und internationaler Ebene Ausstellungen in Kunstvereinen, Museen, öffentlichen und privaten Galerien sowie Kunstmessen.


Begleitprogramm unter www.kraenholm.de ; www.kraenholm.de/seite/menno-fahl-form-farbe-raum-kunst-kraenholm-begleitprogramm-zur-ausstellung-menno-fahl-form-farbe-raum

Weitere Informationen und Führungen unter harenborg@kraenholm.de
 
Stiftung Haus Kränholm
Auf dem Hohen Ufer 35/35a
D-28759 Bremen