was bleibt? Fotographische Arbeiten von Pia Pollmanns im Vegesacker Geschichtenhaus
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Kultur,
was bleibt? Fotographische Arbeiten von Pia Pollmanns im Vegesacker GeschichtenhausMNEMOSYNE
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kuratiert von Inga Harenborg
An der Schwelle zum digitalen Zeitalter dokumentiert Pia Pollmanns den aktuellen Zustand unserer Archive. Ihr Hauptaugenmerk gilt den Herausforderungen, die diese Veränderungen für die heutigen Archive mit sich bringen, sowie den Schwierigkeiten, mit denen sie in Zukunft konfrontiert werden. Archive sind Orte, an denen Informationen und Wissen erhalten und zugänglich gemacht werden, sie bilden unser kulturelles Gedächtnis. Auf der Schwelle zur digitalen Epoche dokumentiert Pia Pollmanns den Istzustand von Archiven. Das in 19 Häusern entstandene und 68 Fotografien umfassende Portrait Bremer Archive ist zugleich ein visuelles Plädoyer für deren Erhaltung und Nutzung. Im Vegesacker Geschichtenhaus zeigt Pia Pollmanns 36 dieser Arbeiten.
In Konzentration auf die drei Aspekte Raum, Struktur und Inhalt hat Pia Pollmanns die Archive auf jeweils gleiche Weise fotografiert. So ist eine einheitliche Bildsprache entstanden, die es ermöglicht, die unterschiedlichen Archive miteinander in Verbindung zu setzen und sie in ihrer Vielfalt als eine Einheit zu betrachten.
Pollmanns‘ Werk ist ein Plädoyer für die Erhaltung und Nutzung analoger Archive gegen den aktuellen Trend dar, traditionelle Archive aus Geld- und Platzmangel zu schließen.
Archive sind Gedächtnisinstitutionen
Archivieren bezeichnet grundsätzlich die systematische und kontrollierte Aufbewahrung von Dokumenten und Daten. Die Nutzung und Sichtung von öientlichen und privaten Archiven zwecks Recherche, Sicherung und Auswertung von Quellen gehört zu den grundlegenden beruflichen Aufgaben von Historikern, freien Autoren, Publizisten, Wissenschaftlern und privaten Forschern (etwa Heimatforscher). Welche Quellen ein Archiv verwahrt, ist abhängig vom Eigentümer bzw. Träger des Archivs. In einem großen staatlichen Archiv wie dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv, findet man die ganze Bandbreite an Quellen: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Karten und Pläne, Fotos, Filme und Tonbänder sowie Dateien und Datenbanken.
30.Mai 2026, um 19:30 I Vegesacker Geschichtenhaus
Ausstellungseröffnung im Rahmen der Langen Nacht der Bremer Museen mit der Künstlerin Pia Pollmanns, Inga Harenborg (Kuratorin Stiftung Haus Kränholm) und Jörg Hein (Kulturref. Arbeitnehmerkammer Bremen)
Die Ausstellung ist Teil des Verbundprojekts MNEMOSYNE*, das unterschiedliche Erinnerungsräume und Ebenen erkundet.
Trägerschaft:
Stiftung Haus Kränholm in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmerkammer Bremen sowie in Kooperation mit dem Geschichtenhaus Vegesack.
Ermöglicht mit der freundlichen Unterstützung von: Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Freizeit- & Naherholungskonzept Bremen- Nord, WFB, Arbeitnehmerkammer Bremen, Beirat Vegesack, Freie Hansestadt Bremen (angefragt).
BIOGRAPHISCHES
Pia Pollmanns
1980 geboren in Wülfrath
2003 - 2012 Studium an der Hochschule für Künste Bremen, Integriertes Design mit dem Schwerpunkt Fotografie, bei Prof. Peter Bialobrzeski und Wolfgang Zurborn
2012 Diplom bei Prof. Peter Bialobrzeski
Lebt und arbeitet in Bremen
Preise und Stipendien
2018 Heimat und Welt, Künstlerinnen-Austauschprojekt zwischen Bremen und Budapest
2016 Katalogförderung, Senator für Kultur, Bremen
2013 Stipendium der Stiftung Kulturwerk der VG BILD-KUNST
Weitere Informationen unter: harenborg@kraenholm.de, sowie beim Vegesacker Geschichtenhaus
Zum Alten Speicher 5A, 28759 Bremen
Tel.: 0421 / 89 77 66-40
Fax: 0421 / 69 64 22 66
E-Mail: info@vegesacker-geschichtenhaus.de
Anfahrt mit Bus und Bahn bis Bahnhof Vegesack, Fußweg entlang der linken Seite des Hafens
Gehweg 7 Minuten
Buslinien 90, 91, 94, 95, 98