25. Mai 2019 | 18:00 Uhr | MUSEUMSNACHT

DIE LANGE NACHT DER BREMER MUSEEN auf KRÄNHOLM

Farbgewaltige Gemälde, kolossale Skulpturen wie auch hinreißende Graphik entführen ihre BetrachterInnen in spannende Kunst-Räume und Bilderkosmen. Am Samstag, 25. Mai gewährt Kränholm seinen Gästen von 18 bis 1 Uhr exklusive Einblicke in die Kränholm Sammlung. Unter den Motti „Unentdecktes entdecken“  und "Über-Leben" bietet Kränholm neugierigen Nachtschwärmern ein speziell für den Abend gestaltetes Programm und eröffnet einzigartige nächtliche Perspektiven.



Aktuelle Ausstellung in der Kränholm Scheune:
Installation exklusiv für die Lange Nacht der Museen

„Känozoikum“
Bernd Schwarting. Malerei auf Papier und Leinwand
 

Das Werk des Berliner Malers Bernd Schwarting ist gekennzeichnet vom Wechselspiel der Kräfte, der Entgrenzung des inneren und des äußeren Raumes. Der unmittelbare Umgang mit und der pastose Auftrag von Farbe sind signifikant für sein Schaffen. Das Bild ist ein Raum, der in Wirklichkeiten führt, deren Pr̈asenz im Schaffensprozess mehr und mehr sichtbar wird, um schließlich in einem Farberlebnis zu münden, das uns direkt in seinen Bann zieht. Die Lust an der Farbe, aber auch die Wucht des Rückschlages sind zu spüren; parallel bestehende Lebenswelten, in denen transzendentale wie auch körperliche Erregungszonen angesprochen werden; Prozesse, die in Seelenzustände und Wesensformen führen, in denen sich das sein, als ein geistiges wie körperhaftes und unmittelbares „in der Welt sein“ vermittelt. Alles drängt danach, sich zu verwirklichen.
Bernd Schwartings Arbeiten befinden sich in namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen und Museen. Kränholm zeigt Gemälde, übermalte Radierungen und Papierarbeiten der aktuellen Werkreihe sowie ausgewählte Arbeiten aus dem Sammlungsbestand der Stifterfamilie.
Mit dieser Ausstellungsinstallation präsentiert sich die Kränholm Scheune erstmalig ganz im Zeichen der Kunst. Die Ausstellung wir anlässlich der Langen Nacht der Bremer Museen vom 22. bis 30. Mai 2019 zu sehen sein.
 
 
Highlight in der Ausstellung:
„Having never written a note for percussion“ von James Tenney.
Klangperformance mit Stefan Rapp (Kammerphilharmonie Bremen) am Tam Tam
 
Aus einem einzigen großen Crescendo und Decrescendo bestehend, wirkt das Stück auf den ersten Blick sehr simpel. Dennoch sollte seine Klangmächtigkeit nicht unterschätzt werden. Sein „Klangzustand“ kann tief berührend wie auch eindringlich sein. Dies führt zu neuen Erlebnismomenten und Glücksgefühlen, kann den Zuhörer aber den auch an den Rand des Erträglichen treiben. Ein archaisches Klangerlebnis dem man sich feinfühlig mit wirklich offenen Ohren und Herzem näheren sollte.
James Tenney  gehörte zur New Yorker Avantgarde und ist mit John Cage eng in Verbindung zu bringen.
Stefan Rapp ist seit 24 Jahren Schlagzeuger bei der Kammerphilharmonie Bremen und seit März 2018 Professor an der Musikhochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.


Aktuelle Ausstellung im Kränholm Kunstcafé/Galerie

Form.Farbe.Raum
Menno Fahl. Malerisches und Skulpturales zwischen Abstraktion und Figuration

Dem ersten, flüchtigen Blick präsentieren sich die Arbeiten des Künstlers Menno Fahl als suggestive Abstraktionen, doch sogleich formen sich vor dem inneren Auge Reminiszenzen an die Wirklichkeit. Menno Fahls farbenfrohe und ausdrucksstarke Figurationen bewegen sich in Zwischenwelten, welche mit überraschenden Formfindungen die Grenzbereiche zwischen Phantasie und Realität ausloten. Verleimt, verdrahtet und verschraubt, und immer gepaart mit einem Anflug von Humor entstehen aus Fundmaterialien und Farbe spielerisch, magisch-poetische Körperlandschaften und Menschenbilder, die sich ebenso im zwei- wie auch im dreidimensionalen Raum behaupten. Als Maler und Bildhauer führt Menno Fahl bewusst Entwicklungen weiter, die in der Skulpto-Malerei des frühen 20. Jahrhunderts mit Arbeiten von Pablo Picasso oder Henri Laurens ihren Anfang nahmen. Art brut, Asger Jorn, die Gruppe Cobra sowie die Gruppe Spur und das Werk Lothar Fischers, dessen Meisterschüler Menno Fahl war, rufen sich angesichts seiner Werke in Erinnerung.
Menno Fahls Arbeiten befinden sich in namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen und Museen. Kränholm präsentiert eine Auswahl an Skulpturen, Assemblagen, Materialbilder, Malereien und Druckgraphiken aus dem Besitz des Künstlers. 



 
 
Kurzprogramm
 
18:00 Uhr  Kurzführung
Menno Fahl. Form Farbe Raum
Dauer 20 min
 
18:45 & 21:00 Uhr Führung durch die Ausstellung „Känozoikum“
Bernd Schwarting. Malerei auf Papier und Leinwand
Dauer: 30 min
 
20:15 und 22 Uhr „Having never written a note for percussion“ von James Tenney.
Klangperformance mit Stefan Rapp am TamTam
Dauer: ca. 25min
 
23:30 Dunkelführung durch den Skulpturengarten
Dauer: 30 min
 
Treffpunkt jeweils: Bar Haus Kränholm
Den ganzen Abend je nach Bedarf weitere Kurzführungen.
 
Wer nicht an einer Führung teilnehmen möchte, kann sich auch selbständig auf Entdeckungstour begeben, einen Drink an der Bar nehmen oder leckere Spezialitäten aus der Kränholm-Küche genießen.
 


Kulinarisch wird die Lange Nacht der Bremer Museen auf Kränholm von ausgewählten Leckereinen aus der Krämholm Küche begleitet.



Weitere Informationen unter harenborg@kraenholm.de
 
Stiftung Haus Kränholm
Auf dem Hohen Ufer 35/35a
D-28759 Bremen