Mehr über Kränholm

Kränholm erstrahlt im neuen Glanz

Kunst, Kultur begleitet von besonderer Kulinarik auf einem historischen Areal – seit September 2012 ist Kränholm ein Ort mit besonderer Aufenthaltsqualität.
Die Besucher können sich auf ein ganz besonderes Angebot freuen: In der einzigartigen Atmosphäre des Gebäudeensembles Kränholm, das mit architektonischer Fachkunde und viel Sensibilität restauriert wurde, können Sie in eine Welt aus Kunst, Kultur und Kulinarik eintauchen, die es so in unserer Region noch nicht gibt: Ein Zusammenspiel aus Erleben, Bildung und Genuss direkt in der herrlich grünen Umgebung von Knoops Park!
Knoops Park wurde von dem Bremer Gartenbauarchitekten und Schöpfer des Bürgerparks Wilhelm Benque gestaltet und gehörte dem Bremer Baumwollkaufmann Ludwig Knoop (1821–1894). Ludwig Knoop errichtete 1857 auf der estnischen Insel Krenholm an der Narowa bei Narva eine eigene Textilfabrik. Wenig später besaß er mit 400.000 Spindeln und 2.000 Webstühlen die größte Baumwollspinnerei Europas, in der 4.500 Arbeitnehmer beschäftigt waren. Als Begründer der Textilindustrie in Russland bekam er am 6. Mai 1877 vom russischen Zaren Alexander II den Titel des „Baron“ ohne das in Deutschland übliche „von“ verliehen.

Seit 1859 in St. Magnus ansässig, ließ Baron Ludwig Knoop für sich Schloss Mühlental und für seine Töchter und Schwiegersöhne die Albrechtsburg (1950 abgerissen), Haus Kränholm und Haus Schotteck errichten.

Haus Kränholm entstand 1897 – für Knoops Tochter Emilie Anna und ihren Mann Heinrich Wilhelm Kulenkampff – ursprünglich an der Vegesacker Heerstraße. Dort besaß die mit prunkvollen Schnitzereien ausgestattete Villa auch ein Stockwerk mehr. Als es dem Neubau der Bundesstraße 74 (die heutige A 270) weichen musste, wurde es 1971 abgebrochen und die Fachwerkkonstruktion und die denkmalgeschützte Fassade am jetzigen Standort wieder aufgebaut.

Haus Kränholm beherbergte nach der Familie Kulenkampff zunächst ein Altenwohnheim und danach das Stadtgrün (die heutigen Umweltbetriebe Bremen). Nun blickt es als neuer Anziehungspunkt für Kunst, Kultur und Gastronomie im Bremer Norden einer spannenden Zukunft entgegen.