Markus Becker

Markus Becker

Markus Becker ist als Virtuose unschlagbar, ein musikalischer Seelenmaler mit Verstand.“
Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Im internationalen Konzertleben überzeugt Markus Becker seit vielen Jahren als gestaltungsmächtiger Interpret der Klavierliteratur von Bach bis Rihm, als ideenreicher Programmgestalter und profilierter Künstler, der im Jazz seine zweite Heimat hat.
Markus Becker wird 1963 in einen musikalischen Haushalt hineingeboren. Schon als Dreijähriger verbringt er gerne Zeit an Tasteninstrumenten. Klavierunterricht erhält er zunächst bei Marton Keönch, später bei Heidi Köhler. Das Singen im Knabenchor Hannover, die Gründung erster Kammermusik-Ensembles, die Mitwirkung in Jazz- und Rockbands und die Komposition von Bühnenmusiken komplettieren den künstlerischen Erfahrungshorizont seiner Schulzeit.
Nach ersten Preisen in verschiedenen Jugendwettbewerben beginnt Markus Becker 1982 das Klavierstudium bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover, flankiert von Meisterkursen bei Lew Vlasenko, Leon Fleisher und Fanny Waterman und ergänzt durch intensive Beschäftigung mit Kammermusik. Weitere wichtige Anregungen erhält er über viele Jahre durch Alfred Brendel. Er gewinnt diverse nationale und internationale Preise, unter anderem den 1. Preis beim Internationalen Brahms-Wettbewerb Hamburg 1987.
Markus Becker setzt heute Maßstäbe mit den Konzerten von Bach, Beethoven, Brahms und Gershwin, aber auch mit Wiederentdeckungen wie Pfitzner, Hindemith, Draeseke, Widor oder den beiden Konzerten für die linke Hand von Franz Schmidt. In seinen Soloprogrammen kontrastiert Markus Becker Wiederentdeckungen mit den großen Standardwerken der Klavierliteratur. Als virtuoser Jazz- Improvisator ist er eine Ausnahmeerscheinung unter klassischen Pianisten.
Regelmäßig gastiert Becker beim Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musikfestival, Kissinger Sommer, Beethovenfest Bonn oder den Ludwigsburger Schlossfestspielen.
Markus Becker musiziert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem RSB Berlin, den Rundfunkorchestern des NDR, WDR und SWR, dem BBC Welsh Orchestra unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Howard Griffiths, Michael Sanderling, Steven Sloane , Marcus Bosch.
Beckers zentrales Anliegen ist die Kammermusik. Als Interpret, Professor und Festivalleiter widmet er sich diesem Feld mit besonderer Hingabe. Der Grenzbereich von musikalischer Individualität und gemeinsamer Suche nach interpretatorischen Lösungen bildet den Kern seiner künstlerischen Arbeit.
Seine Partner sind hier u.a. Albrecht Mayer, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel, Igor Levit, Sharon Kam, Alban Gerhardt, Tabea Zimmermann.
Kammermusik steht auch im Mittelpunkt der Lehrtätigkeit von Markus Becker: Seit 1993 ist er Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Hier leitet er eine Klasse von Pianisten und Kammermusik-Ensembles, die immer wieder durch Wettbewerbserfolge auf sich aufmerksam machen. Er ist Direktor des Instituts für Kammermusik und Leiter des jährlichen Kammermusik- festivals an seiner Hochschule.
Für seine CD-Einspielungen erhält Becker gleich dreimal den ‚ECHO-Klassik’ sowie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und den „Editor ́s choice“ im britischen Fachblatt GRAMOPHONE. Aufnahmen erscheinen bei EMI, Decca, cpo und Thorofon mit Werken von Brahms, Schumann, Bach, Beethoven, Dussek und George Antheil. Markus Becker produziert heute seine Aufnahmen überwiegend beim englischen Label hyperion. Hier erschienen in kurzer Folge die Cellosonaten von Max Reger (mit Alban Gerhardt), Klavierkonzerte von Draeseke, Jadassohn und Widor, Kammermusik von Erwin Schulhoff und zuletzt Regers Bearbeitungen Bachscher Orgelwerke Als legendär gilt bereits heute Beckers Gesamteinspielung des Klavierwerks von Max Reger auf insgesamt 12 CDs (Thorofon). Das FonoForum urteilt über diese enzyklopädische Großtat: „Eine der seltenen wahrhaft großen Leistungen deutscher Pianistik der letzten fünfzig Jahre“.