Julian Arp

Julian Arp

Julian Arp (*1981 in Soltau) erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren. Nach seiner langjährigen Ausbildung bei Edwin Koch studierte er zunächst bei Prof. Boris Pergamenschikow, später bei Prof. David Geringas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. 2008 schloss er sein Studium mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Gemeinsam mit seinem Duopartner Caspar Frantz (Klavier) befindet er sich derzeit in der Kammermusikklasse von Prof. Eberhard Feltz an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Darüber hinaus hat er an internationalen Meisterkursen bei György Kurtág, Bernard Greenhouse, Steven Isserlis, Lynn Harrell und Ralph Kirshbaum teilgenommen.
Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ erzielte Julian Arp mehrfach 1. Bundespreise und wurde 1996 mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. 2003 erspielte er sich mit seinem Klavierpartner Caspar Frantz den 1. Preis beim Relais & Châteaux Kammermusik-Förder-Wettbewerb. Im Jahr 2006 gewann das „Duo Arp/Frantz“ den Felix Mendelssohn-Wettbewerb der Universität der Künste Berlin sowie den Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn, verbunden mit einem Förderstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Außerdem erhielt das Duo den 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Premio Vittorio Gui 2006“ in Florenz. 2008 erschien ihre CD mit Werken von Mendelssohn-Bartholdy. Solistisch wurde Julian Arp zuletzt 2008 beim Concours de Genève mit dem Prix „Paul Streit“ ausgezeichnet.

Seit seinem Debüt 1997 mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester in Schwetzingen konzertiert Julian Arp als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland und ist bereits mit dem Georgischen Kammerorchester, den Berliner Sinfonikern und dem Radio-Sinfonieorchester Berlin aufgetreten. Außerdem gastierte er beim Rheingau Musik Festival, beim Beethovenfest Bonn, in Beauvais und in Prussia Cove. Mit Daniel Bollinger (Klarinette) und Gerhard Vielhaber (Klavier) gründete er 1997 das BOVIARTrio und war von 1999 bis 2001 Solocellist des Bundesjugendorchesters.

Als Stipendiat der Jürgen Ponto-Stiftung wurde er von 1996 bis 2001 gefördert, danach in das Evangelische Studienwerk Villigst aufgenommen. 2004 erkannte ihm die Kronberg Academy das erstmalig vergebene Boris Pergamenschikow Stipendium zu.

Seit 1996 wird Julian Arp von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert. Neben Sonderpreisen und Förderstipendien erhielt er zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten bei Stiftungskonzerten, beispielsweise 2000 und 2002 auf Schloss Bellevue, und bei Kooperationspartnern der Stiftung wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und an Bord von „MS Europa“.

Die Deutsche Stiftung Musikleben stellte Julian Arp seit 2000 ein Instrument leihweise zur Verfügung, zuletzt ein Violoncello von Giuseppe Antonio Rocca, Turin 1839, eine treuhänderische Eingabe aus Hamburger Familienbesitz. Seit April 2010 spielt er ein eigens für ihn angefertigtes Violoncello von Stephan von Baehr, dessen Ankauf durch eine Patenschaft eines Mitgliedes des Stiftungsfreundeskreises unterstützt wurde.